Landesrat brachte Tierfutter
Noch keine Einigung zwischen Seitinger und Tierschützern erzielt.

Foto © DIGI-TZIVALandesrat Seitinger erteilt den Tierheim-Betreibern eine finanzielle Absage, brachte aber Tierfutter
Während die Polizei Mittwochvormittag mit einer groß angelegten Razzia gegen radikale Tierschützer vorging, herrschte beim Grazer Tierschützer-Protest ein kurzer Waffenstillstand zwischen Landesrat Johann Seitinger und Tierschutz-Präsident Herbert Oster. Der Landesrat wollte die Vorwürfe Osters, zu wenig für den Tierschutz zu tun, widerlegen und rollte mit einer zwei Tonnen Lkw-Ladung Tierfutter in das Grazer Tierheim Arche Noah.
"Nette Geste". Oster, der sich kurz zuvor noch Sorgen gemacht hatte, wie er ohne Geld das Futter für die kommende Woche bezahlen sollte, zeigte sich von Seitingers spontaner Aktion überrascht: "Es ist ein nette Geste, löst aber das Problem nicht." Man habe nicht einmal mehr die finanziellen Mittel, die neuen Rechnungen zu begleichen. Vergangenes Jahr war das Heim vom Land mit 760.000 Euro unterstützt worden. Heuer sollten es "nur" 500.000 sein. Steiermarkweit bekam der Tierschutz 2007 etwa 1,9 Millionen Euro. Das ist um fast 130.000 Euro mehr als sieben Bundesländer (ohne Wien) zusammen erhalten haben.
Kosten. "Die Leistung und das Geld gehen bei der Arche Noah auseinander", sagt Seitinger. Denn die jährliche Erhöhung der Fördermittel sei, trotz sinkender Tierzahl, dem Steuerzahler nicht mehr erklärbar. Oster verteidigt die Kosten der Arche mit dem zusätzlichen kostenlosen medizinischen Angebot, das sein Heim anbiete. Das sei in anderen Bundesländern nicht der Fall.

















