Studenten zahlen 405 Euro "Pfand" für Sprachausbildung
Ab Herbst werden die Grundlagenkurse am Romanistik-Institut kostenpflichtig. Das Geld wird aber retourniert.
In den vergangenen Tagen gärte es heftig unter den Studenten am Institut für Romanistik der Karl-Franzens-Universität. Ab Herbst sollen jeweils zwei Sprachkurse im Französisch-, Italienisch- und Spanischstudium in die Organisation "Treffpunkt Sprachen" ausgelagert werden und 405 Euro kosten - und das trotz Studiengebühren. Der Ärger der Studiosi ist dementsprechend groß.
Studierende bekommen Geld zurück. "Das stimmt. Allerdings bekommen jene, die ernsthaft studieren, das Geld nach einiger Zeit wieder zurück", bestätigt Christian Pober, ÖH-Vorsitzender der Studienrichtung Romanistik. Die Idee: Absolviert man eine bestimmte Anzahl an Vorlesungen erfolgreich, bekommt man die Summe zurück. Besucht man außerdem einen Kurs einer zweiten Sprache, ist dieser gratis.
Geld für die Ausbildung fehlt. Warum die Romanistik zu dieser Lösung greifen muss, hat zwei Gründe: Zum einen fehlt das Geld für diese Ausbildung, die bisher freiwillig angeboten wurde und nicht Teil des Lehrplans ist. "Dabei sollen Anfänger auf das für das Studium geforderte Maturaniveau gebracht werden", erklärt Pober. Außerdem will man so den Zulauf von Betriebswirtschaft- und Jus-Studenten unterbinden, die dort kostenlos Sprachkurse gemacht haben. Für Lektoren, die die Kurse bisher abgehalten haben, gibt es eine Lösung: Sie können in den Lehrkörper des "Treffpunkt Sprachen" wechseln.
















