Zwei neue Doktorandenkollegs für Technische Universität Graz
Ausbildungszentren im Bereich von Modellierung und Simulation sowie Computervision und -grafik.
Zwei neue Doktoratskollegs (DK) bereichern das
Studienangebot der TU Graz: Mathematische Modellierung und numerische
Simulation stehen im Mittelpunkt des vom Fonds zur Förderung der
wissenschaftlichen Forschung geförderten Exzellenprogramms "Numerical
Simulations in Technical Sciences". Die Bereiche Bildverarbeitung und
Computer-Grafik führt das DK "Confluence of Vision and Graphics"
zusammen.
Scientific Community.
Doktoratskollegs sollen Ausbildungszentren für den hoch
qualifizierten akademischen Nachwuchs aus der nationalen und
internationalen Scientific Community bilden. Sie sollen
Schwerpunktbildungen an österreichischen Forschungsstätten
unterstützen, vorrangige Zielsetzungen sind jedoch interdisziplinäre
Ausbildung, Einbindung der Doktoranden in den Wissenschaftsbetrieb,
Teamwork, der Erwerb von Zusatzqualifikationen sowie enge Anbindung
an international ausgewiesene Spitzenforschung, heißt es vonseiten
des FWF.
Angewandte Mathematik.
Im DK "Numerical Simulations in Technical Sciences" arbeiten die
Doktoranden an der Weiterentwicklung der vielseitigen Modellierungs-
und Simulationsmethoden: Das Spektrum möglicher Anwendungen ist breit
und reicht von der Simulation von Motoren oder Mikrochips bis hin zur
Darstellung, wie Erdbeben auf Gebäude einwirken. Das neue DK, an dem
sich auch die Universität Graz beteiligt, soll dazu vorhandene
Kompetenzen in den Bereichen der Angewandten Mathematik und der
Ingenieurwissenschaften verknüpfen. Für das Kolleg seien bereits über
160 Bewerbungen eingegangen. Die Auswahlkriterien sind allerdings
anspruchsvoll: "Momentan haben wir neun Stellen besetzt", so
DK-Sprecher Olaf Steinbach auf APA-Anfrage.
Gefäßstrukuren.
Das DK "Confluence of Vision and Graphics" will das Zusammenspiel
von Computer Vision und Computer Grafik vermitteln. "In der Vision
gewinnen wir Informationen aus Bildern, die Grafik geht den
umgekehrten Weg, indem sie Informationen in Bilder verpackt",
erläutert Informatiker Horst Bischof. Ziel sei es, hoch talentierten
Doktoranden eine gleichzeitige Sichtweise auf beide Gebiete zu
lehren, so der DK-Leiter. Mögliche Anwendungen seien etwa die Analyse
und Visualisierung von Gefäßstrukturen in der Medizin,
Navigationssysteme der Zukunft mit Erkennung von Objekten und die
hochpräzise dreidimensionale Rekonstruktion ganzer Städte.













