Tod nach Operation: Staatsanwalt ermittelt
Afrikanerin starb im Uniklinikum Graz nach einer "Routineoperation". Die Staatsanwaltschaft entscheidet in den nächsten Wochen über eine mögliche Anklage.

Foto © APADie Frau starb an einer Blutvergiftung
Im September 2007 glaubte Brigitte Serubuga, ihrem Lebenstraum endlich ganz nahe zu sein: "Ein Zuhause für meine Tochter Hawa-Agnes und mich." Wenig später war alles aus. Brigittes Grab liegt auf dem Grazer Zentralfriedhof.
Ruanda. Jahre zuvor hatte sie vor dem Völkermord aus Ruanda nach Kenia fliehen müssen. Nach Mali ausgewiesen, lernte sie den späteren Vater ihrer Tochter kennen, kam aber auch bei ihm nicht zur Ruhe. Um Hawa-Agnes vor dem barbarischen Brauch der Beschneidung zu schützen, floh sie nach Europa. In Österreich bekam sie schließlich nach langem Warten zu Ostern 2006 einen positiven Asylbescheid.
"Routineoperation". Im September 2007 musste sie sich, wie der Anwalt der Tochter, Christoph Benda, berichtet, einer "Routineoperation" in der Gynäkologie am Grazer Uniklinikum unterziehen. Einige Tage darauf war Brigitte tot, gestorben nach unerträglichen Schmerzen und trotz Notoperation an einer "jauchigen Sepsis", zitiert der Anwalt aus einem Gutachten. Ihre Organe hätten sich durch eine Blutvergiftung teilweise aufgelöst.
Starke Schmerzen. "Man hat ihre Klagen über die Schmerzen nicht ernst genommen", vermutet eine Grazer Freundin. "Und als die Klinik reagiert hat, war es zu spät." Sie betreut als Ersatz-Großmutter gemeinsam mit der Schwester der Toten die jetzt acht Jahre alte Hawa-Agnes. "Als ich mit ihr die Mutter im Spital besucht habe, brach das Kind beim Abschied in einen Weinkrampf aus und war nicht mehr zu beruhigen." Das war das letzte Mal, dass sich Mutter und Tochter sahen.
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Die Afrikanerin, Mutter einer achtjährigen Tochter, starb laut Gutachten nach uner-
















