350 steirische Ärzte weigern sich zu operieren
Gehalt gekürzt: Ärzte streiken bei Operationen in Privatspitälern.

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Die Augenärztin Erika Pongratz aus Graz ist verärgert: "Die Privatversicherungen fahren gewaltige Gewinne ein, die Menschen zahlen immer höhere Prämien für Zusatzversicherungen. Und nun sollen die Ärzte 50 Prozent weniger Gehalt pro Operation bekommen. 50 Prozent, ich meine, das geht ja nicht." Deshalb streiken sie und rund 20 weitere Augenärzte in der Steiermark seit 1. März und führen keine Staroperationen in Privatspitälern mehr durch. Nächste Woche schließen sich dem Streik 350 niedergelassene Ärzte in der Steiermark an.
Diskussionsbereit.
Weil die Verhandlungen mit den Privatkrankenversicherungen ins Stocken geraten, legen die Ärzte ab nächster Woche das OP-Besteck in Sanatorien (nicht in Krankenhäusern) zur Seite. Jörg Detlev Garzarolli-Thurnlackh, Vizepräsident der Ärztekammer: "Wir sind diskussionsbereit, allerdings dürfen wir ja nicht mitverhandeln." Und prompt war das, was bei der ersten Gesprächsrunde zwischen Versicherungen und Sanatorien herauskam, "brüskierend. Jetzt wehren wir uns."
Kürzungen für Ärzte.
Konkret geht es darum, dass die Versicherungsprämien in den vergangenen acht Jahren um 25 Prozent, die Inflationsrate um 20 Prozent stieg. Die Kürzungen für Ärzte betragen nun aber 50 Prozent. Was der Streik der Augenärzte bisher bewirkte, konnte Garzarolli nicht sagen ("Dafür verging zu wenig Zeit"), Augenärztin Pongratz hofft aber auf große Wirkung: "Ich finde es nämlich eine Schweinerei, wie da mit den Menschen umgegangen wird, die seit Jahrzehnten Prämien zahlen. Jungen Leuten ist zu raten, ihr Geld lieber auf ein Konto zu legen.















