Spielsucht: Immer mehr Steirer geraten in den Strudel
Barmherzige Brüder planen eigene psychiatrische Abteilung mit Schwerpunkt Spielsucht.

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Die Spielsucht greift immer weiter um sich; die Möglichkeiten, den Süchtigen zu helfen, sind aber gering. Experten gehen von bis zu 20.000 Steirern aus, die Gefahr laufen, der Spielsucht zu verfallen. "Es gibt keine einzige stationäre Einrichtung, um den Menschen zu helfen", klagt Peter Költringer. Der Vorstand des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder wird diesen Missstand beheben. "In drei Jahren wollen wir eine psychiatrische Abteilung mit Schwerpunkt Spielsucht eröffnen. Hier können sich Süchtige rund acht Wochen stationär behandeln lassen."
Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass bei rund 40 Prozent die Erkrankung bereits in der Jugend ausbricht. Der Einstieg geht häufig über das Internet, der Schuldenspirale folgen Alkoholmissbrauch und Depressionen. "Damit produzieren wir als Gesellschaft bewusst Sozialfälle", betont Költringer.
Komplexe Behandlung. Die Behandlung der Spielsucht ist komplex. "Patienten leiden neben der Sucht zu einem Großteil auch an Depressionen, Manien oder Psychosen. Dazu kommen die finanziellen Probleme, das geht dann bis zur Schuldnerberatung", weiß Költringer.
Ergänzung. Die neue Einrichtung bei den Barmherzigen Brüdern in Graz-Eggenberg ist als Ergänzung zu den bisherigen ambulanten Angeboten im Landessonderkrankenhaus in Graz oder bei der Suchtberatungsstelle b.a.s. mit Stellen in ganz Steiermark gedacht.

















