Frauenszene: "Es geht um neue Strukturen"
Lisa Rücker verteidigt Kündigung der Frauenbeauftragten und will langfristige Finanzierung.

Foto © Erwin ScheriauBrigitte Hinteregger ist empört
Dass es mit diesem Modell der Trägerinnenschaft nicht weitergehen kann, war allen klar." Mit diesen Worten verteidigt Vizebürgermeisterin Lisa Rücker die Kündigung der Frauenbeauftragten Brigitte Hinteregger. Es ginge nicht um die Demontage einer Person, sondern um den Aufbau neuer Strukturen. Denn eines stellt Rücker außer Streit: "Hinteregger hat super gearbeitet. Und die Stadt wird weiter Auftraggeber für die unabhängige Frauenbeauftragte sein."
Neue Form finden. Ziel muss es sein, innerhalb der nächsten sechs Wochen dafür eine neue Form zu finden. Rücker sieht sich in diesem Punkt mit SP-Frauenstadträtin Elke Edlinger und der ÖVP einig. Sie wollen die Frauenbeauftragte auf fünf Jahre bestellen und ähnlich wie die Kinder- und Jugendanwaltschaft organisieren.
Oper eines Politspiels? Hinteregger selbst sieht sich als Opfer eines Politspiels. Sie betont, wie gut die Stelle von Frauen angenommen wird, die um Rechtsberatung bei Scheidung, Unterhalt, Obsorge ansuchen oder sich an die Ombudsstelle wenden, wenn sie sich in Ämtern benachteiligt fühlen. Als Beweis legt sie Zahlen vor: 2004 waren es noch 297 Frauen, die sich an die Stelle wandten, 2007 bereits 1409
Features
Frauenbeauftrage
Die Stelle der unabhängigen Frauenbeauftragten gibt es seit 22 Jahren, seit 1. Mai 2004 füllte die Funktion Brigitte Hinteregger aus. Sie fungierte als Ombudsstelle.
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Frauenstadträtin Elke EdlingerFoto © Stadt Graz / Fischer














