Bezirkstour Das bewegt die Innere Stadt

Der vorletzte Halt unserer Bezirkstour brachte uns heute in die Innere Stadt. Die Themen der Gespräche waren vielseitig und reichten von Parkplatzmangel bis zum Krähenproblem. Dennoch schätzen die meisten die Vorzüge des Bezirks.

Elisabeth Langhansl: "Die Stadt ist verdreckt. In der Annenstraße, aber auch hier am Hauptplatz. Die Leute schmeißen ihre Kaffeebecher weg und ihre Zigaretten, das ist einfach kein Benehmen. Da könnte man schon etwas unternehmen, damit die Stadt sauberer ist. Gut finde ich, dass die Polizei und die Ordnungswache in der Stadt offensichtlich mehr unterwegs simd als früher. Sie sind sichtbarer, ich fühle mich deshalb sicherer."

Nadine Grün

Martin Hiden und Marcel Greitner: "Am Billa-Eck wird man oft von Betrunkenen angepöbelt. Natürlich kann man den Leuten nicht verbieten, da zu stehen, aber man sollte schon strenger durchgreifen. Es gibt ja eigentlich ein Alkoholverbot. Auch bei Besuchern und Touristen macht das kein gutes Bild von der Stadt."

Nadine Grün

Barbara Meinx: „Gut finde ich, dass man hier alles leicht zu Fuß erreichen kann, die Fußgängerzonen und auch das reiche Lokalangebot. Zum Einkaufen ist alles vorhanden, man muss dafür nicht extra raus aus der Stadt. Die Gestaltung des Joanneumsviertels ist gelungen. Der Platz und die Landesbibliothek könnten aber besser genutzt werden, dafür sollte man diese stärker bewerben. Ich habe die Vorzüge des Platzes erst neulich für mich entdeckt und bin gerne dort.“

Nadine Grün

Roman Prochaska: "Was sich zu meinem persönliche Nachteil entwickelt hat, ist das verschwinden der Buchläden. Es gab welche in der Murgasse, am Hauptplatz und in der Sackstraße. Bildung hat keinen Platz mehr, während für die Wirtschaft alles getan wird."

Nadine Grün

Ingeborg Persche: "Ich liebe ganz besonders die Vielfalt an Geschäften in der Innenstadt. Besonders zur Weihnachtszeit zeigt sich die Schönheit unserer Stadt. Ich habe auch das Gefühl, die Innenstadt wurd ein den lezten Jahren sauberer - die Menschen immer freundlicher. Was mir fehlt ist aber etwas, das es vor Jahren schon einmal gab: irgendeeine Möglichkeit, wo man zwischendurch etwas deponieren kann. Vor allem für Ältere wäre so ein Schließfachsystem sehr praktisch."

Nadine Grün

Achim Behn: "Es sind inzwischengenug Touristen hier. Man muss hier nicht unbedingt noch mehr trommeln. Die Geschäftemacherei à la Salzburg presst das letzte aus der Innenstadt und zerstört letztendlich ihren Reiz."

Nadine Grün

Ulrike Klima: "Ich komme öfter zu Besuch nach Graz. Mir gefällt die Innenstadt sehr gut, ich komme gern her. Wenn man vom Bahnhof hereinkommt, macht allerdings die Annenstraße einen dreckigen Eindruck."

Nadine Grün

Thomas Essl: "Es gibt viele Geschäfte, in die ich gerne gehe und auch das schöne Stadtbild spricht für den Bezirk. Generell habe ich hier wenig auszusetzen. Nur die Frequenz der Öffis sonntags und am Abend könnte besser sein. Das es zu wenig Parkplätze gibt, finde ich nicht, mir ist da eine ordentliche Fußgängerzone lieber."

Nadine Grün

Roland Hartmann: „Die Attraktivität der Innenstadt ist toll, allerdings wohne ich in der Sackstraße und damit direkt an der Variobahn. Die Hauserschütterungen durch die Tram sind extrem, wir ringen seit Jahren um Verbesserung. Um das Verkehrsproblem zu lösen, müsste Graz sich auch mehr von der Wiener Einbahnregelung abschauen. Außerdem gehört in E-Autos investiert. Solche Fantasien machen aber auch das Mur-Kraftwerk so notwendig.“

Nadine Grün

Andrea Leirouz: „Mir gefällt das Bummeln in der Innenstadt, die historischen Gebäude, der nahe Fluss und die Aussichtspunkte am Schloßberg. Das ist schon alles ein einmaliges Ensemble und wirklich super. Was mir allerdings nicht so gefällt ist, dass die Stadt ab 19 Uhr – wenn die Geschäftslokale schließen – praktisch leer ist. Am Abend ist Graz deshalb richtig langweilig und unattraktiv vor allem für junge Mengen. Die Straßen sind dann ja praktisch leer.“

Nadine Grün

Alfred Strutzenberger (Bezirksvorsteher-Stellvertreter, KPÖ) und Heide Bekhit (Betirksvertreterin, KPÖ): "Viele Leute beschweren sich über zu laute Events. Der Stadtpark und der Hauptplatz gehört allen und sind auch ein Zuhause und kein Ort für Großevents. Zwar jubelt man über den Tourismus, der sollte aber nicht über allem Anderen stehen. Dasselbe gilt für den Schlossberg.
Gut ist, dass es in der Inneren Stadt noch schöne Gemeindewohnungen gibt, das ist keine Selbstverständlichkeit mehr und gehört geschützt. Man sollte sich bei manchen Events überlegen, ob nicht andere Bezirke besser geeignet wären. Graz ist reich an schönen Plätzen."

Nadine Grün

Bernd Pekari (Bezirksvertreter, Grüne): "In der Neutorgasse und der Kaiserfeldgasse haben wir eine Krähenplage. Dagegen wurden zwar schon spezielle Mülleiner aufgestellt, doch die Tiere haben die schon durchschaut und holen dort ihr Futter. Es ist sehr schwer dagegen etwas zu unternehmen.
Bei den Hausbesuchen merken wir, dass sich viele eine Verkehrsberuhigung wünschen, andere tun sich schwer einen Parkplatz zu finden. Allgemein wünschen sich aber viele weniger Autos in der Innenstadt und man kann hier auch ohne Auto auskommen. Ansonsten sind die Leute hier großteils zufrieden."

Nadine Grün
Nadine Grün
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Nadine Grün
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