Bezirkstour Die Bewohner von Mariatrost am Wort

Was macht den Bezirk aus? Welche Probleme sollten angepackt werden? Wir haben im Rahmen unserer Bezirkstour in Graz-Mariatrost nachgefragt,

Im Rahmen unserer Bezirkstour vor den Gemeinderatswahlen sind wir heute mit unserem Lastenrad im Bezirk Mariatrost vorgefahren. Wo liegen die Stärken des Bezirks, welche Probleme sollten angepackt werden? Das haben wir die Bewohner des Bezirks gefragt.

Jürgen Fuchs

Marianne Tausch: "Ich bin sehr zufrieden, man wohnt hier im Grünen. Gut wäre es, wenn ein paar Mal am Tag ein Bus die Mariagrüner Straße hinauffahren würde. Für die, die weit draußen Richtung Fölling wohnen, sollte es eine bessere öffentliche Anbindung geben."

Nadine Grün

Trude Pesendorfer: "Ich bin rundum zufrieden. Ich habe den Radweg vor dem Haus, die Öffi-Anbindung ist gut. Die Verdichtung ist nicht immer erfreulich, ich finde es aber immer noch besser als wenn man das ganze Umland verhüttelt. Nachdem viele zuziehen, wäre es wichtig, dass auch die Straßenbahn öfter fährt."

Nadine Grün

Hannelore Veith: "Was mir in letzter Zeit nicht gefällt, ist dass immer mehr zugebaut wird und die meisten Neubauten Anlegerwohnungen sind, viele wären nicht notwendig. Die Dichte wird nicht eingehalten. Die Infrastruktur reicht nicht aus um das auszugleichen und der Verkehr nimmt zu, die Frequenz der Straßenbahn müsste erhöht werden.

(c) Nadine Grün

Ingrid Gößl: "Man hat hier den schönen Wald und ist schnell im Grünen, obwohl man eigentlich in der Stadt ist. Vor allem mit Kindern ist das toll. Man ist nicht vom Zentrum abgegrenzt und braucht kein Auto, die Anbindung ist gut.  Schade finde ich nur, dass die Grünflächen weniger werden."

Nadine Grün

Michael Hohl: "Ich werde selbst bald hierher ziehen. Mariatrost bietet viele Vorteile. Man ist schnell in der Stadt, auch mit dem Rad oder den Öffis. Für die private Zukunftsplanung ist der Bezirk auch interessant, es gibt gute Schulen. Preislich ist es hier zwar etwas teurer, aber ich glaube, das zahlt sich aus."

Nadine Grün

Johann (Bezirksrat, ÖVP) und Roswitha Eichelsberger: Es gefällt uns sehr gut hier, vor allem wegen der Natur und dem Wald. Dass die Bebauung an sich negativ ist, kann man nicht sagen. Wenn ich einen Grund hätte, würde ich ihn auch verkaufen wollen. Das einzig Negative ist der Verkehr. Es hätte früher schon die Straßenbahn weiter hinaus gezogen werden sollen, so fehlt die Anbindung an weiter draußen liegende Gebiete.

Nadine Grün

Helmut Schwab (Bezirksvorsteher-Stellvertreter KPÖ): Die Mariatrosterstraße hat keine Kapazitäten mehr. Der Ausbau der Linie 1 steht dringend an. Die Anbindung Richtung Föllling, wo viele Wohnungen entstehen, fehlt. Die Wohnqualität ist sehr gut, die zunehmende Verbauung allerdings ein Problem. Wo Einfamilienhäuser oder Villen verkauft werden, entstehen meist riesige Häuserblocks.

Nadine Grün

Johannes Lalagas (kandidiert für die SPÖ für den Bezirksrat): "In Mariatrost gibt es ein starkes Wir-Bewusstsein, man findet viele Familien, die hier seit Jahrzehnten wohnen. Was fehlt ist ein Begegnungszentrum für den Bezirk, ohne Konsumationszwang. Der 1er sollte bis Fölling verlängert werden."

Nadine Grün
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