Wenn Lederhose und Dirndl locken
Polka, Tracht, Tradition sind die Grundbausteine: Von 14. bis 16. September tanzen wieder Tausende Steirer durch die Grazer Innenstadt - bei der elften Auflage von "Aufsteirern".

Foto © Sabine Hoffmann
Dirndl, Lederhose, eine zünftige Jause und jede Menge Volkskultur - das elfte "Aufsteirern" in der steirischen Landeshauptstadt lockt 2012 mit Altbewährtem. Neues erwartet die Besucher aber auch: Erstmals wird auch die Grazer Oberstadt am Freiheits- und Karmeliterplatz "bespielt". 14 Tanzmusikgruppen und 14 volkskulturelle Verbände sollen Brauchtum aufleben lassen. Auftakt ist Freitagabend die "Fashion-Show" u.a. mit Stargast Karina Sarkissova.
Mit der "größten Modenschau auf dem Trachtenmodesektor" zeigen Designer und Schneidermeister auf einem 130 Meter langen Laufsteg ihre neuesten Kreationen. Getragen wird die Mode unter dem Motto "Die Pracht der Tracht" von 24 international tätigen Models. Zusammen werden sie rund 36 Kilometer auf dem Laufsteg abspulen. Weitere prominente Gäste am Freitag sind neben Sarkissova auch der ehemalige Skirennläufer Hans Knauss und Schauspieler Thomas Held (Comedy-Darsteller bei "Sechserpack").
Höhepunkt am Sonntag
Der Samstag steht ganz im Zeichen des Steirischen Sängerbunds, der sein 150-jähriges Jubiläum am Grazer Hauptplatz feiert. Ab 11.00 Uhr wärmt die Stadtkapelle Mariazell die Besucher auf, um 13.00 Uhr beginnt der offizielle Festakt. Abends runden "Vocal Groove" sowie "Soundstrand" und "Popvox" das Programm am Hauptplatz ab. Der Karmeliterplatz wird am Samstag von Crossover beherrscht: Volkskulturelle Klänge mischen sich mit lateinamerikanischen Einflüssen.
Der Höhepunkt der dreitätigen Veranstaltung ist nach wie vor der Sonntag, an dem 100.000 Besucher erwartet werden. "Steiermark pur" versprechen die Veranstalter, ab 10.00 Uhr geht es beinahe in der gesamten Innenstadt los. Auf unzähligen Plätzen, in Höfen und Gassen erwartet die Gäste Brauchtum, Handwerk, Tanz und Musik. Zwölf Bühnen bzw. Tanzböden werden bespielt und betanzt, etwa 400 Tänzerinnen und Tänzer treten auf.
Für die kleinen Gäste werden 20 Kinderstationen bereit stehen. Die Veranstalter setzen dabei aber nicht wie sonst bei Festen auf Hüpfburgen, sondern ebenfalls auf traditionelles Handwerk. Der Nachwuchs kann Keramik oder Lebkuchen gestalten oder Honig selbst abfüllen und ein Etikett dafür gestalten. Eine "süße Sauerei" sei garantiert. Insgesamt werden 130.000 Besucher an den drei Veranstaltungstagen erwartet.













