Zum ersten MalEin Hauch von Amsterdam: Grazer Coffeeshop verkauft Cannabis

Kommende Woche eröffnet die neue "Graslerei" in der Leonhardstraße. Warum es Cannabis hier ganz legal zu kaufen und essen gibt.

© Symbolbild: Fotolia
 

Was in Amsterdam aufgrund der lockereren holländischen Gesetze längst Usus ist, wird es ab kommender Woche auch in Graz geben. Wenn auch in abgeschwächter Form. "Die Graslerei" wird ab 1. Dezember in der Leonhardstraße 42 nicht nur Tee, Kaffee und Kuchen verkaufen, sondern auch Cannabis: „Unsere Blüten und unser Hasch sind zu 100 Prozent legal, da sie einen garantierten THC-Wert von unter 0,2 Prozent haben.“, erklärt Stefan Ehrenreich, Mitgründer des Coffeeshops.

Daher sei der Verkauf des EU-zertifizierten Cannabis auch in Österreich erlaubt, betonen die vier "Graslerei"-Gründer, die laut eigenen Angaben den ersten derartigen Laden in der Steiermark eröffnen werden. Sie betonen: „Der im CBD-Cannabis enthaltene Wirkstoff Cannabidiol fällt nicht unter das Suchtmittelgesetz und kann stimmungsaufhellend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und angstlösend wirken.“

UMFRAGE

Cannabis in Grazer Coffeeshop - was sagen Sie dazu?

Ehrenreich und seine Kollegen Julia Staud, Bastian Knabl und Lukas Hiegelsberger bringen damit ein bisschen Amsterdam in die Landeshauptstadt: "Wir verkaufen gepresste Pollen, Blüten, Öl und einiges mehr", so Knabl, der den Kunden "nicht vorschreiben will, was sie mit den Produkten machen". Apropos Produkte: Cannabis wird es auch in einem Kuchen verarbeitet werden, den die Gäste dann erwerben können.

Bastian Knabl, Stefan Ehrenreich, Lukas Hiegelsberger und Julia Staud gehen neue Wege Foto © Graslerei/Mäthiasi Schalk

Die vier Grazer kommen übrigens aus unterschiedlichen Bereichen: Ehrenreich ist Installateur und Hiegelsberger Gastronom. Letzterer studiert wie Knabl, der das Projekt initiiert hat, und Staud auch "Soziale Arbeit" an der Uni Graz. Ihr Ziel: „Wir schaffen Raum für Kaffee- und Cannabisbegeisterte, in dem die Menschen eine Auszeit vom stressigen Alltag nehmen können.“, fasst es  Staud zusammen. Und regionale, fair gehandelte Produkte stehen ebenfalls auf der Speisekarte.

Warum ist das erlaubt?

Ein ähnliches Konzept verfolgen schon Lokale in anderen Bundesländern - etwa in Wien oder in Wolfsberg. Erlaubt ist der Cannabisverkauf dann, wenn die angebotene Sorte aus dem EU-zertifizierten Saatgutkatalog stammt, nicht als Suchtmittel missbraucht wird und deren THC-Wert (jener des berauschenden Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol) unter 0,3 Prozent liegt.

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Danke für Ihr Verständnis.

büffel
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relativ - absolut

Was hilft denn ein prozentuelles Limit, wenn durch Aufnahme der mehrfachen üblichen Menge erst recht wieder die berauschende (und oftmals schädigende) Wirkung erreicht werden kann und wird?
Daß die Wirkstoffe insbesondere (jedoch nicht ausschließlich) in Zusammenhang mit Alkohol Grund schwerer Psychosen sein kann, darüber ist sich die Fachwelt seit langem einig, nur unbelehrbare Konsumenten pochen auf das Potential zur Schmerzlinderung und ähnliches, wobei ich unter einigen zig "Kiffern" noch keinen einzigen gefunden habe, welcher dann tatsächlich aufgrund therapeutischer Wirkung geraucht hätte, sondern ausschließlich des berauschenden Effekts wegen....

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Play68
2
8
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büffel

Warum vergönnst du einen kranken Menschen nicht einen Joint ? In deinen Augen hilft es nicht, aber vielleicht hilft es die ganze Krankheit leichter zu ertragen. Das wäre doch auch schon was oder ?

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