Street ViewJetzt kurvt Googles Auto auch durch Graz

Nach Wien und Linz wird nun auch Graz für Google Street View fotografiert. Wo das Auto unterwegs ist und wie es mit den Bildern weitergeht.

© Fuchs
 

Wenn Sie ab Mittwoch durch die Grazer Straßen schlendern und ein bunt bedrucktes Auto mit einer seltsam anmutenden Konstruktion am Dach gesehen haben, dann wurden sie vermutlich fotografiert. Hinter dem Opel, der ab dem 4. Oktober 2017 für einige Tage durch die Landeshauptstadt fährt, steckt niemand geringerer als Google. Nach dem ersten Anlauf 2010, den die Datenschutzkommission seinerzeit mit ihren Bedenken beendet hatte, geht es nun tatsächlich darum die größten Städte der Republik zu fotografieren im Internet-Dienst "Street View" zur Verfügung zu stellen.

Google will die bekanntesten und meistgesuchten Orte von Graz abbilden und für User in aller Welt zur Verfügung stellen. 400 Straßenkilometer fährt man dafür ab. Menschen und Kennzeichen, die im Rahmen der Aufnahmen abgelichtet werden, werden von einem Computersystem im Anschluss unkenntlich gemacht.

Das Street-View-Auto am Freiheitsplatz

Seit Juli ist man nun in Österreich unterwegs, Wien und Linz wurden bereits fotografiert. Neben den Bildern sorgt die Konstruktion am Dach des Fahrzeugs auch für genaue Vermessungen und detaillierte GPS-Angaben, die der US-Konzern auch in seinem Dienst "Google Maps" verwenden will.

Wie lange das Fahrzeug nun in Graz unterwegs ist, ist offen: "Das hängt von mehreren Faktoren ab - darunter dem Wetter oder Stau", erklärt Unternehmenssprecher Wolfgang Fasching-Kapfenberger beim Startschuss in Graz.

Diese charakteristische Kugel sorgt für die Graz-Fotos, neue Vermessungen und GPS-Daten Foto © Fuchs

Die Fotos aus der Landeshauptstadt sollen spätestens im Frühherbst 2018 online gehen, vorher werden sie von den Google-Mitarbeitern in der Schweiz noch so bearbeitet, dass aus den vielen einzelnen Fotos letztlich dreidimensionale Bilder entstehen. Zu sehen sein werden dann Teile der Innenstadt wie etwa die Oper, aber auch Bahnhof oder Uni Graz. Das Zentrum wird nicht dabei sein. Aufgrund der Fußgängerzone dürfen die Autos hier nicht fahren.

Datenschutz-Bedenken

Die Datenschutzkommission (DSK) hatte beim ersten Versuch 2010  Bedenken, aber 2011 mehrere Bedingungen genannt, mit denen Google seine Autos in Österreich doch auf Reise schicken kann. Genannt wurde seinerzeit etwa die Möglichkeit sein Eigenheim unkenntlich zu machen. Diese Funktion können Betroffene nutzen, wenn die Bilder online sind. Über den Punkt "Ein Problem melden" unten rechts in der Street-View-Ansicht kann ein diesbezügliches Formular ausgefüllt werden. Diese und alle anderen Bedingungen der DSK werden von Google erfüllt.

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