Nach Debatte in MünchenSoll auch Graz Diesel-Pkw verbannen?

Nach Stuttgart will nun auch München Diesel-Fahrzeuge im Stadtgebiet verbieten. Die Umweltbelastung ist einfach zu hoch.

Diesel Tanken
Feinstaub und NO2: Die Emmissionen der Diesel-Pkw werden in Städten zunehmen kritisch gesehen. © AP
 

Die Umweltzonen in Dutzenden deutschen Städten sind zu wenig. Um die Umweltbelastungen durch den Autoverkehr zu reduzieren, gehen immer mehr Kommunalpolitiker daran, schärfere Maßnahmen zu fordern. In Stuttgart wurde heuer im Februar beschlossen, ab 2018 Dieselfahrverbote einzuführen. Jetzt fordert auch der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter das Aus für den Diesel im Stadtgebiet.

Der Grund: die schlechte Luftgüte. Neben dem Feinstaub macht den Städtern vor allem das giftige Stickstoffdioxid (NO2) Probleme. Auch Graz kämpft damit zunehmend. "Immer öfter auch in Wohngebieten wie der Elisabethstraße", hat Werner Prutsch, Leiter der Umweltamtes, schon auf einer Tagung vor einem Jahr gesagt.

UMFRAGE

Braucht es Diesel-Fahrverbote für eine bessere Luft in Graz?

Der VCÖ hat österreichweit die NO2-Messdaten aus dem Vorjahr ausgewertet, auch in der Steiermark wurde der Grenzwert überschritten. Die größte Belastung wurde in Graz-Don Bosco gemessen mit einem Jahresmittelwert von 43 Mikrogramm pro Kubikmeter Lift - "und damit klar über dem Jahresgrenzwert", heißt es beim VCÖ. Der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm.

Politische Aussagen zu möglichen Fahrverboten gibt es derzeit kaum. Schließlich ist gerade eine noch von Lisa Rücker (Grüne) als Umweltreferentin eingesetzte Arbeitsgruppe aktiv, in der Experten von Landes- und Stadtebene mehrere Varianten prüfen, wie man die aktuell mehr als vier Millionen Kilometer, die pro Tag mit dem Auto in Graz zurückgelegt werden, reduzieren kann - und damit die Umweltbelastung.

Geprüft werden Maßnahmen wie Fahrverbote an Überschreitungstagen, fixe autofreie Tage und eine Citymaut. Anhand internationaler Beispiele wird versucht zu berechnen, welche Variante welche Auswirkungen auf den Verkehr wie die Luftgüte in Graz hätte. Im Herbst sollen die Ergebnisse der Landes- und Stadtpolitik vorgelegt werden, die dann entscheiden müssen. Einzig Umweltstadträtin Tina Wirnsberger (Grüne) hat sich schon klar für fixe autofreie Tage ausgesprochen.

Kommentare (11)

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KarlKapper
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Der Flughafen Graz...

...sollte ebenfalls mit einbezogen werden. Kurios: in Graz wird über mögliche (Diesel-)Fahrverbote beraten, während der Flughafen Graz den Grazer Luftraum für Übungsflüge ausländischer Luftverkehrsgesellschaften anbietet. Sollte es an den sogenannten Feinstaubtagen Verkehrseinschränkungen auf der Straße geben, müssen die Einschränkungen in vergleichbarem Ausmaß auch in der Luft gelten!

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WFM200
2
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Keine Alternativen

Wie soll der Privatverlehr weniger werden wenn es keine wirklich guten Alternativen gibt. Wie soll ich in die Arbeit kommen, jeder ist unzufrieden, aber wirklich gute Lösungsvorschläge kommen von keiner Seite!!
Zuerst waren es die Benziner, jetzt sind es die Diesel, wie stellen sich die Herrn Entscheidungsträger das mit den E-Autos vor, wo kommt der Strom dann her, ja aus der Steckdose, nur wird diese dann auch leer bleiben, wo sind die wirklichen Alternativen. Mit was für einem Recht werden rechtlich zugelassene Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, wer nimmt sich diese Frechheit, Wer genehmigt die Fahrzeuge im Vorfeld, genau die gleichen, die sie dann verbieten. Bodenloser Schwachsinn. Wer kann sich als Otto Normalbürger diese sind teuren E-Auto dann leisten, wieder nur die auserwählte Gruppe,.
Bitte zuerst denken, dann verdammen, wer kommt auf die tollen Ideen, in der jetztigen Zeit Schienenfahrzeuge zu fördern, warum nicht O-Buse, sind doch
wesentlich besser, kann einem Hinderniss auch ausweichen, keine teure Schienenerhaltung.................

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stadtkater
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Problemlösung:

Alle Pendler ziehen in die Nähe ihrer Arbeitsplätze um, dann brauchen sie nicht mehr pendeln, im Stau stehen und dabei die Luft verpesten! Oder sie suchen sich eine Arbeit in der Nähe ihres Wohnsitzes. Wie kommen die Grazer dazu, dass ihre Lebenserwartung wegen des Feinstaubs um 17 Monate kürzer ist und dann noch von den Pendlern blöd belächelt werden, wie teuer in Graz alles fürs Wohnen ist!

Und außer dem: Niemand will Diesel-Stinker aus dem Verkehr ziehen, sondern man darf halt nur nicht mehr mit ihnen in Feinstaubgebieten fahren! Das ist ähnlich wie mit den Feuerwerksraketen zu Silvester: Man kann sie zwar überall kaufen, aber eben in Graz nicht verwenden ;-)!

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Poto60
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stadtkater

Sehr schlau von Ihnen allen Steirern einfach zu sagen, dass sie in der Nähe ihrer Arbeit ziehen sollen!
1. Ist dann im Raum Graz noch mehr Verkehr!
2. Wäre da noch die Landflucht zu erwähnen!
3.wer gibt denn so gerne seine Heimat auf!
4 und am Wichtigsten!.In Zeiten wie diesen, bleiben die Menschen nicht ein Leben lang in einem Betrieb und das ist auch gut so, aber dann sollen sie alle paar Jahre Umziehen, oder wie ist ihre Aussage dann zu Bewerten?

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stadtkater
4
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Antworten:

In Graz müssen die dann ehemaligen Pendler dann natürlich die Öffis verwenden. Es gibt günstige Jahreskarten und wenn die Qualität nicht passt, muss man halt einen Druck auf die Entscheidungsträger machen.

Viele Pendler sind ehemalige Grazbewohner, sind dann als Stadtflüchtlinge aufs Land gezogen, u.a. wegen der besseren Luft und der geringeren Wohnpreise, und verpesten nun den ehemaligen Mitbewohnern mit ihrem Pendeln die Luft.

Sicher ist es traurig, wenn jemand seine Heimat verlassen muss, aber leider haben sich die Zeiten in den letzten Jahrzehnten derart verändert, dass es eben immer weniger Arbeitsplätze am Land gibt. Das sind auch die Konsequenzen der vielbejubelten Globalisierung mit der Abwanderung der Arbeitsplätze nach Osteuropa und nach Asien. Wie so oft haben sich die Opfer ihre Rolle nicht ausgesucht und die Gewinner der Situation profitieren von den Veränderungen.

Aber sollen deshalb Stadtbewohner um 17 Monate früher sterben müssen? Auch ich als Grazer wünsche mir das nicht!

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jahcity
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Welche

Öffis! Die hat der Lobbymeister abgesagt!

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Poto60
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stadtkater

Ja die 17 Monate kürzer Leben stören sie, aber ich bin selbst der Liebe wegen vor Jahren in die Stadt gezogen und kann Ihnen ein Lied davon singen, wie es Pendler wirklich geht!
Und dass sie die Zeit, die sie vielleicht länger Leben sehr hektisch und angestrengt in Auto, Bus oder Bahn verbringen!
Ich bin Jahrelang mit dem Zug gependelt, und das war kein Honiglecken!
In alle Früh und bei jedem Wetter raus und zum Zug laufen. In Graz entweder zu Fuß oder mit der Bim in die Firma! Je nach gem wie weit der Weg ist und am Abend das gleiche Retouren! Da ist man schon beim ankommen Müde und erst beim Heimfahren!
Die Zeit, die dafür aufgewendet werden muss, übersteigt die 17 Monate bei Weitem!
soviel zum lustigen Pendeln!
Eines weiß ich mit Sicherheit in der Stadt geht alles viel leichter und ohne so hohen Zeitaufwand!

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Acquario
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150.000 Pendlerautos!!!!

Tag für Tag!
zuerst - raus mit diesen 150.000 Autos!!!

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Poto60
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aquario

Sind nicht gerade auch die Einpendler Steirer, die sehr oft in Gegenden wohnen, ohne gut funktionierenden öffentlichen Verkehr!!
Die Einpendler müssen ja schon mit ihrem eigenen Autos oft einen weiten Anfahrtsweg und Zeit auf sich nehmen um überhaupt zur Arbeit zu kommen!
Ich bin dagegen,dass wir unseren eigenen Landsleuten noch mehr Brügel in den Weg legen!!

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docholliday
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Ha

Die gvb busse?

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Acquario
1
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fahren zum Teil mit

Frittenöl

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