Graz-UmgebungNeues Verkehrsprojekt für 100.000 Bewohner

Im Grazer Umland startet mit 1. Juli ein neues Verkehrskonzept: Das "GUSTmobil" will die Bewohner zu günstigen Tarifen durch ihre Gemeinde und zu einer Öffi-Haltestelle bringen.

Ab 1. Juli gibt man im Grazer Umland Gas
Ab 1. Juli gibt man im Grazer Umland Gas © lassedesignen - Fotolia
 

29 Gemeinden des Bezirks Graz-Umgebung ziehen an einem Strang und geben Gas: Ab 1. Juli bieten sie ihren 108.000 Einwohnern übergreifend das neue "GUSTmobil" an. Damit sollen einerseits Bewohner innerhalb ihrer Gemeinde mobiler werden, andererseits will man somit einen Anschluss zum überregionalen öffentlichen Verkehrsnetz anbieten.

GUSTmobil funktioniert ähnlich wie ein Anruf-Sammel-Taxi: Der Kunde kann künftig per Telefon einen Wagen zur nächstgelegenen GUSTmobil-Haltestelle bestellen. Anschließend wird er zu einer weiteren Haltestelle oder etwa zu einem Bahnhof gebracht.

Einer von jenen Wagen, die künftig als GUSTmobil unterwegs sind
Einer von jenen Wagen, die künftig als GUSTmobil unterwegs sind Foto © Michael Saria

Die Tarife werden bei kurzen Distanzen bis zu 3,5 km bei 3 Euro pro Fahrgast liegen. Teilen sich vier Personen einen Wagen, kostet die Fahrt nur noch einen Euro pro Person.

Insgesamt 1800 Sammelhaltestellen werden künftig in Zusammenarbeit mit regionalen Taxiunternehmen angefahren - die vollständige Liste findet man auf der Homepage der dahinterstehenden Firma "ISTmobil": http://www.istmobil.at/inhalt/privatkunden/gustmobil.html.

Dieses neue Projekt wurde am Mittwoch von Verkehrslandesrat Anton Lang, Ernst Gödl (Vizepräsident des Bundesrates), Bernd Gassler (Regionalmanagement Steirischer Zentralraum), der Landtagsabgeordneten Renate Bauer sowie Alexander Stiasny von der Firma "ISTmobil" präsentiert. Das Projekt wird jährlich rund 800.000 Euro kosten, knapp 30 Prozent fördert das Land Steiermark.

Auf die Frage, warum sieben Gemeinden - darunter etwa Gratwein-Straßengel - nicht mit an Bord sind, meinte Ernst Gödl: "Entweder aus finanziellen Gründen. Oder weil diese Gemeinden bereits selbst ein eigenes System anbieten."

Nachsatz von Renate Bauer: "Ich bin sicher, spätestens in zwei Jahren sind diese Gemeinden auch mit dabei."

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