PremiereGrazer E-Busse im Fahrgastbetrieb

Mängel wurden ausgebremst: Die beiden Solo-Elektrobusse fahren auf der Linie 50, im Sommer sollen die Gelenkbusse folgen.

Nach Anlaufproblemen fahren nun die ersten E-Busse
Nach Anlaufproblemen fahren nun die ersten E-Busse © Holding Graz
 

Wenn gut Ding tatsächlich Weile braucht, dann sind ab sofort ordentliche Flitzer in Graz unterwegs. Denn eigentlich sollten die neuen Elektrobusse ja schon seit November 2016 ihre Runden in der Landeshauptstadt drehen. Auftretende Mängel an den Fahrzeugen machten der geplanten Premiere aber einen ordentlichen Strich durch die Rechnung.

Bis jetzt. Denn nun ist es so weit: Erstmals fahren in diesen Tagen E-Busse durch Graz – sogar mit echten Fahrgästen an Bord.
Denn bislang behalf man sich unter anderem ja mit Sandsäcken, die in ansonsten völlig leeren Garnituren anwesende Fahrgäste darstellen und das Gewicht eines gut besuchten Busses simulieren sollten.

Doch vor Kurzem wurden die Probeläufe beendet und die neuen E-Busse samt Lenker in die „freie Wildbahn“ entlassen. „Wir haben bei den beiden Solobussen alle Mängel behoben, also waren wir startklar“, bestätigt Barbara Muhr, zuständige Vorständin bei der Holding Graz, auf Anfrage der Kleinen Zeitung. „Sie werden ab sofort im normalen Fahrgastbetrieb auf der Linie 50 eingesetzt.“

Linien 50 und 34E

In der Praxis bedeutet dies, dass Reisende, die zwischen Hauptbahnhof und Zentralfriedhof pendeln, von nun immer wieder in einen Elektrobus einsteigen. Diese werden im Rahmen einer Runde zweimal aufgeladen: einmal bei der Haltestelle Hohenstaufengasse/Citypark und einmal bei der Endstation Citypark.

„Parallel arbeiten wir weiter daran, auch die Mängel an den größeren Elektro-Gelenkbussen zu beheben“, betont Holding-Vorständin Muhr. Hier müssen die Techniker noch die Ärmel hockrempeln. „Auch diese Busse sollten wir aber mit Juli im Fahrgastbetrieb einsetzen können.“ Und zwar auf der Strecke der Linie 34E, welche unterwegs ebenfalls stationären Rückenwind in Form von Ladestationen bereithält – an den beiden Haltestellen Augarten sowie Theyergasse.

Insgesamt sollen alle neuen E-Busse ja ein Jahr lang fahren. Danach wollen die Verantwortlichen der Holding – mit den Stadtregierern auf dem Beifahrersitz – Bilanz ziehen. Gibt es grünes Licht für eine Anschaffung, folgt die Ausschreibung.

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Danke für Ihr Verständnis.

paulrandig
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Ich glaube, hier herrscht ein Missverständnis:

Diese Busse speicher Strom OHNE die kritisierten teuren und komplexen Akkus.
Sie laden an den Stationen große Kondensatoren auf, was im Vergleich zu Akkus eine ganz simple und vergleichsweise billige, dabei aber dauerhafte Technologie ist.
Weil Kondensatoren den Strom aber nur für eine gewisse Zeit halten können, kann der Bus damit nicht - wie es mit Akkus der Fall wäre - einen halben Tag damit fahren, sondern muss alle paar Kilometer für einige Sekunden "nachtanken". Deshalb auch die Ladeschienen bei den Stationen. Für Akkus wäre ein Ladegerät in der Remise ausreichend.
Es ist also, wenn man so will, ein O-Bus mit langen Unterbrechungen in der Oberleitung.

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tannenbaum
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Bitte hört mit diesem Schwachsinn endlich auf! Baut einfach Oberleitungen und setzt dann Elektrobusse ein, ohne diese sinnlosen, sündteuren Akkus! Diese Technik mit der jetzt bekannten Form der Stromspeicherung ist sowas von ineffizient und wird sich nie durchsetzen! Da kann man noch soviel Steuergeld verschwenden!

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StyriaMobile
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Straßenbahn

Graz hat als primäres ÖV-System die Straßenbahn. - Warum soll man das Rad neu erfinden. - Autobusse stellen generell nur eine Ergänzung zum Straßenbahnnetz dar.
Beim Straßenbahnausbau wurden leider sehr viele Dinge versäumt, da hilft weder ein akkubetriebener noch ein Autobus mit Oberleitung.

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Mein Graz
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was kosten oberleitungen

pro kilometer?
von den anderen anfallenden kosten will ich ja gar nicht reden.

ob die akku-technik wirklich so schlecht ist wie du meinst sei dahin gestellt.

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