Langes Warten am Schranken Fröhlichgasse

Bis zu 16 Minuten. Der Bahnschranken an der Fröhlichgasse sorgt für Unmut bei Verkehrsteilnehmern. Wegen Bauarbeiten entlang der Strecke kommt es zu langen Wartezeiten. Die ÖBB ruft zur Besonnenheit auf und appelliert an die Vernunft: "Wer durch den Schranken klettert begibt sich in Lebensgefahr."

Der Fall jener drei Lehrerinnen einer Wiener Volksschule, die 83 Schüler trotz geschlossenen Bahnschrankens über die Gleise ließen, ist allen noch im Gedächtnis. Den Kindern ist zum Glück nichts passiert, die Pädagoginnen haben aber ihren Job verloren.

Jetzt befürchten Kleine Zeitung-Leser, dass auch in Graz so mancher die Nerven verlieren könnte, denn auch bei uns sind die Schließzeiten mitunter extrem lang. So meldet ein Grazer, dass der Schranken in der Fröhlichgasse knapp 20 Minuten lang durchgängig geschlossen war.

„Neben ärgerlich und idiotisch ist das auch noch gefährlich“, konstatiert er und gibt zu bedenken, dass auch die Kreuzung mit der Conrad-von-Hötzendorf-Straße unmittelbar hinter der Bahnkreuzung nicht die ungefährlichste sei. „Nach einem Hupkonzert schlüpften dann sogar Fußgänger unter dem Bahnschranken durch und überquerten die Gleise“, schildert er seine Beobachtungen.

„Lebensgefährlich“

Auf Anfrage der Kleinen Zeitung ermittelten die ÖBB die Schließzeiten der Schrankenanlage. ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch gibt dem Leser recht: „Es ist richtig, dass die Schrankenanlage bei der Eisenbahnkreuzung Fröhlichgasse fallweise lange Schließzeiten aufweist.“ Eine Überprüfung der Anlage habe jedoch ergeben, dass im Betrachtungszeitraum, auf den sich der zuvor geschilderte Vorfall bezieht, an der Sicherungsanlage keine Unregelmäßigkeiten aufgetreten sind.

Laut Posch betrug die kürzeste Schließzeit in diesem Zeitfester eine Minute und 40 Sekunden, die längste allerdings tatsächlich 16 Minuten und 36 Sekunden. „Ansonsten waren die Schranken immer so um die zwei Minuten geschlossen.“ Der Grund dafür seien Bauarbeiten an der Ostbahnstrecke, die noch bis Ende August dauern.

Die ÖBB appellieren nun dringend an die Verkehrsteilnehmer, keinesfalls durch die Schranken zu schlüpfen. Christoph Posch: „Da besteht absolute Lebensgefahr, die Geschwindigkeit der Züge ist nicht abschätzbar. Schwere Unfälle sind die Folge.“
„Nach einem Hupkonzert schlüpften dann sogar Fußgänger unter dem Bahnschranken durch und überquerten die Gleise.“

Kommentare (2)

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POST1784196
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Problem besteht weiterhin

Gerade letzten Freitag wieder 10 Minuten gewartet und das ist kein Einzelfall. Oft werden gleich mehrere Züge durchgeführt bevor der Schranken wieder öffnet. Teilweise steht der Zug noch Minuten lang im Ostbahnhof während der Schranken bereits geschlossen ist. Ich denke nicht dass es an einer "Baustelle" liegt. Die Ampel ist schlichtweg schlecht geregelt.

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PeterPandi
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Ja wo ist er denn?

Ja, wann kommt er den? .............,##+,#+.-+**''__:::;;;##...... Ach da ist er ja.

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