FORSCHUNG

Bei Mehrheitswahl wäre FPÖ in der Steiermark vorn

Forscher der Universität Graz untersuchten alternative Wahlverfahren zur steirischen Landtagswahl.

Steirische Wahlen neu untersucht
Steirische Wahlen neu untersucht © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Bewusst mehrere Monte nach der Steiermark-Wahl präsentierten am Mittwoch Forscher an der Universität Graz – Richard Sturn, Peter Filzmaier und Christian Klamler – Ergebnisse eines Forschungsprojektes: Untersucht wurde, welche Ergebnisse es gegeben hätte, wenn man andere Wahlverfahren angewendet hätte. Dazu gab es eine Exit-Poll-Umfrage und es wurden per Online-Fragebogen 916 Personen ausführlich befragt.


Untersucht wurden ganz verschiedene Modelle. Bei einer inhaltlichen Bewertung der Parteien nach dem Notensystem zeigte sich eklatant die Polarisierung der FPÖ: Es gab für die Blauen die besten Noten, aber auch die schlechtesten. Bei mehreren anderen Verfahren (Bewertung nach einem System, wo man 100 Punkte auf die Parteien verteilen kann; bei der Reihung von Parteien; Vergabe mehrerer Stimmen) war meist die SPÖ vor ÖVP und FPÖ.

Entscheidungsfindung optimieren


Überraschend anders wäre die Wahl abgelaufen, hätte es ein Mehrheitswahlrecht gegeben. 22 Prozent hätte die FPÖ erhalten, die SPÖ 19 und die ÖVP nur 15 – bei 24 Prozent ungültigen Stimmen. „Ein Mehrheitswahlrecht nützt polarisierenden Parteien“, fasste Peter Filzmaier zusammen.
In einer zweiten Projektphase sollen nun die Ergebnisse nach Alter, Bildungshintergrund und anderen Merkmalen genauer untersucht werden. Sturn und Klamler wollen die Erkenntnisse zwar nicht überbewerten. Allerdings zeigen die alternativen Wahlmodelle auch Chancen auf, wie man anderswo – etwa in Unternehmen – Entscheidungsfindungen optimieren könne.

Kommentare (6)

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Patriot
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Grauslich! Allein der Gedanke daran!!!

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Sternschnuppe8
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FPÖ Kunasek wäre 1.

wenn jetzt Wahlen wären... und dafür bräuchte er nicht mal ein Plakat oder Wahlzuckerl ....
Immerhin ist die FPÖ die einzige Partei die InländerFREUNDLICH ist!

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Scaurus
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Im Gegensatz zu den Propagandafloskeln deiner Partei, heißt Ausländerfeindlichkeit nicht automatisch "Inländerfreundlichkeit". Generell würde ich es eher menschenfeindlich nennen.

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Centaurea
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Also ich fühle mich als Inländerin von der FPÖ

nicht vertreten. Weder freundlich noch sonst irgendetwas.

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manofvision
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wahrscheinlich haßt Du recht!

die Steirer sind einfach zu tebbert. Die Wiener sind da wesentlich mündigen als unsere Provinzler.

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problembaer1
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@tschenifa: du hast recht, in der Steiermark vorallem in der Mostgegend links der Mur haben sich manche die Birne weich gesüffelt

man merkt es sehr stark ;-)

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