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Augustinum Graz

Neuer Kindergarten mit einzigartigem Konzept

Diözese will im Augustinum Volksschule und Kindergarten miteinander „verschmelzen“ lassen. Der Kindergarten der Pfarre Graben hätte ins neue Projekt integriert werden können. Der Pfarrgemeinderat stimmte allerdings dagegen. Von Michael Kloiber

Im Grazer Augustinum plant man einen neuen und auch einzigartigen Kindergarte
Im Grazer Augustinum plant man einen neuen und auch einzigartigen Kindergarte © Sabine Hoffmann
 

Der Kindergarten der Pfarre Graben soll geschlossen werden. Mit diesem Gerücht wandten sich besorgte Eltern und Anrainer an die Kleine Zeitung. „Fix ist, dass wir im Augustinum einen neuen Kindergarten errichten“, antwortet der Wirtschaftsdirektor der Diözese Graz-Seckau, Herbert Beiglböck. Der Haken an der Sache: Der neue Kindergarten wäre nicht einmal fünf Gehminuten von der Pfarre Graben entfernt.

Pfarre kann selbst entscheiden

Von Schließung könne trotzdem keine Rede sein: „Es gibt allerdings einen Brief des Bischofs an die Pfarre, wonach diese selbst entscheiden kann, ob der Kindergarten umsiedeln möchte. Wenn ja, würden wir die neuen Räumlichkeiten größer bauen und müssten auch eine Baugenehmigung einholen“, so Beiglböck. Behält die Pfarre ihren Kindergarten, so würde der neue zusätzlich kommen – und in den bestehenden Räumlichkeiten des Augustinums entstehen.

Enormer Andrang

Die Diözese sieht einen Wechsel des Pfarrkindergartens allerdings als Chance, wird doch in der neuen Einrichtung ein österreichweit einzigartiges Konzept umgesetzt: Volksschule und Kindergarten verschmelzen miteinander. „Wir wissen, dass die Übergangszeit für die Kinder sehr schwer ist, daher müssen wir sie offener gestalten“, sagt der Leiter der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule, Siegfried Barones: „Es wird Einheiten geben, wie etwa Naturwissenschaften, die von Volksschul- und Kindergartenkindern besucht werden. So wird verhindert, dass Kinder im Kindergarten künstlich zurückgehalten werden, obwohl sie geistig vielleicht weiter sind. Und umgekehrt. Um der Kinder willen müssen die Institutionen stärker zusammenarbeiten.“ Barones ist vom Modell überzeugt: „Wir haben schon jetzt einen offenen Zugang in der Volksschule. Der Andrang ist enorm, wir können nur jedes dritte Kind aufnehmen.“

Entscheidung vorzeitig gefallen

Bis Herbst jedenfalls hätte die Pfarre Zeit sich zu entscheiden. Das ist nun allerdings vorzeitig passiert. Samstagmittag bestätigte man seitens des Pfarrgemeinderates, dass man sich mit 18:1 Stimmen für den Erhalt der Einrichtung bei der Pfarre Graben entschieden hat: "Das heißt, für uns ändert sich nichts. Der Kindergarten bleibt wo er ist. Am 15.7. haben wir unsere Entscheidung Herrn Bischof Krautwaschl brieflich und via E-Mail mitgeteilt." Die Gründe, warum sich der Pfarrgemeinderat so eindeutig zum Kindergarten am Hasnerplatz bekannt haben, seien leicht erklärt: "Wir sind eine sehr jugendliche Pfarre. Wir haben an Sonntagen zwischen 10 und 20 Ministranten. Dazu kommen noch bis zu 40 weitere Kinder in den Bankreihen und im so genannten Kinderzimmer, das ist ein eigener Raum direkt neben dem Altar. Wie jugendlich wir als Pfarre sind sieht man auch daran, dass wir heuer 35 Erstkommunionskinder und 35 Firmlinge hatten."

Hauptgrund für diese große Zahl an Kindern und Jugendlichen sei aus Sicht der Pfarre der Kindergarten, der seit 1947 betrieben wird und seit 1979 am Hasnerplatz sein Zuhause hat. Er bringt uns aber nicht nur die Kinder in Kirche und Pfarre, sondern auch deren Eltern. Fix ist: Der neue Kindergarten kommt trotzdem, wenn auch in kleinerer Form. Bis es dann zur Umsetzung kann es dennoch bis zu zwei Jahre lang dauern.

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