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Stift Rein nimmt Flüchtlinge auf

Die Reiner Mönche wollen ein Zeichen setzen und rücken zusammen. Zwölf Flüchtlinge werden im Stift untergebracht.

© Jürgen Fuchs
 

Die Mönche des ältesten Zisterzienserklosters der Welt reagieren auf die aktuelle Problematik. Einige Räume des Stifts werden künftig für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.
Derzeit wird der von der Caritas eingebrachte Antrag vom Land Steiermark geprüft. Stiftssprecher Pater August Janisch hofft, dass die notwendigen Adaptierungsmaßnahmen bis Herbst abgeschlossen sind, um zwölf Flüchtlinge aufnehmen zu können.
Janisch: "Der Winter kommt bestimmt, und es muss jetzt schon daran gedacht werden, Wohnraum für jene sicherzustellen, für die Zelte als Notlösung für den Sommer noch genügen mögen."

Gymnasium und Politik dafür

Mit der Unterbringung der Flüchtlinge will der Konvent ein "bescheidenes Zeichen der Solidarität mit Menschen in Not setzen. Dem Jesuswort "wer einen von diesen Geringsten aufnimmt, nimmt mich auf" folgend, "wollen auch wir unseren Beitrag leisten", so Pater August.
Widerstände seitens des im Stift untergebrachten Bundesgymnasiums habe es nicht gegeben. "Sowohl der Elternverein als auch die Direktorin haben sich positiv zur geplanten Unterbringung geäußert." Erfreulich sei auch die wohlwollende Reaktion seitens des Bürgermeisters der Gemeinde Gratwein-Straßengel und des Pfarrers des Pfarrverbands.