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Grazer Puch-Museum: "Abspecken" zum Neustart

Mit neuen Strukturen soll jetzt das Johann-Puch-Museum als erstes Modul eines künftigen Grazer "Science-Parks" durchstarten. Ausstellungsfläche wird abgespeckt.

 
Die angepeilte Luxus-Limousine ist derzeit - nicht zuletzt aufgrund der Krise in der Autoindustrie - noch eine Utopie. Der "Science-Park" muss warten. Als kleiner, aber feiner Flitzer soll das aus einem Bezirksprojekt für das Kulturhauptstadtjahr 2003 hervorgegangene Puch-Museum jetzt dauerhaft Fahrt aufnehmen.

Einzigartige Sammlung. Die vom Verein Johann-Puch-Museum aus Leihgaben von Privatpersonen und Firmen zusammengetragene einzigartige Sammlung über die schon mehr als 100 Jahre dauernde Fahrzeuggeschichte in Graz stand in den letzten Jahren mehrmals vor dem endgültigen Aus. Der stotternde Motor konnte einige Male nur mit Mühe am Laufen erhalten werden. Jetzt steht man wieder einmal knapp vor dem Absterben. Der Mietvertrag für die Halle C, in der das Museum seit 2006 untergebracht ist, läuft mit 31. März aus.

Neue Depoträume. VP-Stadtrat Gerhard Rüsch und VP-Klubobmann Peter Piffl-Percevic, selbst ein begeisterter Puchianer, haben große Anstrengungen unternommen, um eine Lösung zu finden. Die sieht nun so aus: Die städtische Immobilienfirma GBG stellt dem Museum in der Alten Poststraße Depoträume zur Verfügung. Die Ausstellung selbst kann vorläufig in der Halle C bleiben, wenn auch von derzeit 1650 auf rund 1000 Quadratmeter abgespeckt. Mittelfristig soll das Museum aber in die denkmalgeschützte Halle P übersiedeln.

Verwertung der Flächen. Das Ganze hänge auch mit der Verwertung der Flächen im Innovationspark Puchstraße zusammen, an dem man beteiligt sei, erklären die GBG-Geschäftsführer Günter Hirner und Bernd Weiss.

Sponsorenbeiträge. "Wenn die Fördergelder von Stadt und Land und die Sponsorenbeiträge gleich bleiben, müssten die Mieten vom Verein zu finanzieren sein", erklärt Piffl-Percevic. Die verbleibende Ausstellung soll attraktiver gestaltet werden - etwa durch Einbeziehung von Museumsexperten - und es ist an wechselnde Sonderschauen gedacht. Piffl-Percevic: "Für 2010 ist etwas zum Thema Motorsport geplant."

"Klares Bekenntnis . . ." Nicht ganz ohne Skepsis sieht das jetzige Angebot der Obmann des Vereins Puch-Museum, Karlheinz Rathkolb: "Uns fehlt ein klares Bekenntnis der Stadtpolitik zum Museum. Dazu gehört auch die entsprechende finanzielle Förderung. Es ist unbefriedigend, wenn man jedes Jahr wieder zittern muss, ob die Subvention auch gewährt wird."

"Science-Park". Für den "Science-Park", eine Art Technisches Museum, hat Kindermuseum-Chef Joerg Ehtreiber im Auftrag der Stadt und der Industriellenvereinigung eine Studie erstellt. "Zur Umsetzung bedürfte es aber einer großen Kraftanstrengung sowohl der öffentlichen Hand als auch von Privatfirmen", meint Piffl-Percevic. Es sei sehr bedauerlich, dass das Landesmuseum Joanneum über keine technische Sammlung verfügt.

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