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Graz

Wenn sich die eigene DNA im Messglas zur Spirale kräuselt

Dass Forschung im Wortsinn kinderleicht sein und sogar sehr spannend vermittelt werden kann, konnte man am Dienstag beim "Einstein-Junior"-Sommerfest des Grazer Kindermuseums "Frida&Fred" hautnah miterleben.

 

GRAZ. Bei Einstein-Junior gab es Wissenschaft zum Anfassen. "Ihr wollt' die eigene DNA in Augenschein nehmen?", fragt Heide Knauer vom "Offenen Labor Graz", einer wissensvermittelnden Einrichtung der Uni Graz, die den Kindern molekulares Wissen weitergeben will. Alle nicken. "Das geht ganz leicht", antwortet Knauer. Und wie leicht, da staunte sogar Wissenschaftslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder, die dem Sommerfest einen Besuch abstattete.

Die Kinder gurgeln ein Getränk, spucken die mit dem eigenen Speichel vermischte Flüssigkeit in ein Reaktionsgefäß. Unter der Anleitung von Heide Knauer und ihrem Team kommen noch Kochsalz und Wasser dazu, das Ganze wird gut gemischt, etwas Spülmittel kommt noch dazu - und schon kräuselt sich die gut sichtbare Doppelhelix der eigenen DNA im Glas. Alle staunen.

Etwas nasser ging es dann aber im Wasserforschungslabor zu, wie der zehnjährige Elias von der Volksschule Gschwendt erzählt: "In der Taucherglocke haben wir ein Boot unter Wasser gehabt und es ist gar nicht nass geworden." Sein Schulkollege Georg hatte es der wunderbare zersägte Eiswürfel angetan: "Mit einem dünnen Draht, der an zwei Flaschen hängt, wird ein Eiswürfel zersägt. Aber nach der Schnittstelle wächst er gleich wieder zusammen."

Die Hoffnung

In der oberen Etage des Museums bekamen es die Kinder mit dem Tod zu tun: Dort läuft die interaktive und vielfach prämierte Ausstellung "Erzähl mir was vom Tod". Anna, Laura und Sarah von der 2 D der Haupt- und Realschule Leibnitz beschreiben ihre Begegnung so: "Man will das mit dem Tod gar nicht wissen, es ist aber trotzdem interessant, man wird fast zum Nachdenken gezwungen. Zum Glück gibt es die Hoffnung."

Einstein-Junior ist eine Wissensplattform für Kinder bis 14, eingerichtet vom Kinderbüro Steiermark und vom Wissenschaftsressort des Landes. An dem 140.000-Euro-Projekt, das vom September 2009 bis Dezember 2010 läuft, haben bereits 21 Schulen und 500 Kinder teilgenommen.

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