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STEIRER DES TAGES

Preis für die Arbeitsprobe

Jürgen Grubers Film "Glocknerman" wurde in Palermo ausgezeichnet.

 

Als dem Jungregisseur Jürgen Gruber kürzlich die Einladung zum Sportfilmfestival in Palermo ins Haus flatterte, staunte er nicht schlecht. Sein Film "Glocknerman" war nominiert für die Kategorien Beste Kamera, Bester Schnitt und Beste Musik. Dabei sollte das Erstlingswerk ursprünglich nur als Arbeitsprobe dienen.

Und das kam so: 2007 ersuchte der junge obersteirische Extremradfahrer Christoph Strasser den angehenden Filmemacher, seine Teilnahme an der Ultramarathon-WM namens "Glocknerman" zu dokumentieren. 2000 Euro könne er dafür berappen. Gruber filmte, Strasser siegte und erhielt eine Kopie des Streifens. Das Original? "Das verstaubte zwei Jahre lang bei mir zu Hause", erzählt Gruber, der sich in dieser Zeit mit Extremsport-Filmen einen Namen machte.

Einzigartig

Hat er doch nach seinem Studium die Filmfirma "groox" gegründet. Eine Produktionsfirma, die sich - weltweit einzigartig - auf den Bereich Ultradistanzen und Extrem-Radsport spezialisiert hatte.

Das Kuriose an den Bändern zum "Glocknerman": Weil Gruber sich mit seinem neuesten Werk (Race Across America 2009) für das Salzburger Bergfilmfestival 2010 bewerben wollte, der Film aber nicht fertiggestellt war, ersuchte man ihn um eine Arbeitsprobe. Gruber entstaubte den "Glocknerman", schickte ihn nach Salzburg und erhielt einen Anruf. "Der Film wurde für das Festival 2009 auserwählt, für das ich mich gar nicht beworben habe", lacht der Grazer. "Da habe ich mir gedacht, wenn sie ihn für so gut befinden, sollte ich ihn auch zu anderen Festivals schicken."

No-Budget statt Low-Budget

Gruber reichte den "Glocknerman" in Palermo ein - und gewann prompt den Ehrenpreis. "Bei der Gala wurde betont, dass mein 2000-Euro-Film im Vergleich zu den 100.000-Euro-Werken der Konkurrenz kein Low-Budget-, sondern ein No-Budget-Film ist."

Die steirische Filmförderstelle "Cinestyria" war übrigens strenger als die Festival-Jurys, von ihr gab es trotz des starken Steiermarkbezugs des Films keinen Cent Förderung.

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