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Graz

Universalmuseum Joanneum eröffnet

"Ein wunderbarer neuer Stadtteil"

Das neue Joanneumsviertel in Graz ist eröffnet. Es scheint seine Baukosten von 38 Millionen Euro wert zu sein. Zur Eröffnung kamen prominente Politiker. Bis heute Abend werden 4200 Besucher dazukommen.

 

Unter Landeshauptfrau Waltraud Klasnic war die Idee geboren worden, Landesrat Kurt Flecker hat sie gegen Attacken des Lokalbüros einer Wiener Zeitung (und auch Teilen der ÖVP) durchgefochten. Landesrat Christian Buchmann durfte das Ergebnis gestern eröffnen. Gekommen sind alle drei, die neue steirische Harmonie funktioniert offenbar auch rückwirkend.

Eines der größten Universalmuseen Europas (4,5 Millionen Objekte) ist um einen tollen, neuen Trakt reicher, die Stadt um ein Kulturquartier. "Das ist ein wunderbarer neuer Stadtteil, ein echter Mehrwert für Graz", sagte Landeshauptmann Franz Voves.

Der offizielle Festakt, es galt ja auch den 200. Stiftungstag des Joanneums zu feiern, fand in der schönen Aula der Alten Uni statt. Fast die gesamte Landes- und Stadtregierung war gekommen, Bischof Egon Kapellari ebenso wie der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder.

Aus Wien reisten Bundespräsident Heinz Fischer und Kulturministerin Claudia Schmied an. Sie hatte sich schon um neun Uhr früh von Joanneumsintendant Peter Pakesch durch das Kunsthaus führen lassen, allwo man derzeit dem chinesischen Kunststar Ai Wei Wei huldigt.

Kopfschütteln

Am Abend zuvor waren die drei großartigen Ausstellungen (wir berichteten gestern) in der neuen Neuen Galerie unter großem Andrang eröffnet worden. Der scheidende Chef-Kurator Peter Weibel griff nach einer anfangs klugen Rede verbal zum Bihänder und teilte kräftig in Richtung Direktion und Politik aus. Zumal es eigentlich die ausgestellten Künstler Günter Brus und Hans Hollein zu feiern galt, erntete der taumelnde Titan auch bei manchen seiner treuen Sympathisanten Kopfschütteln. Danach streiften rund 500 geladene Besucher, darunter die Edelgaleristin Heike Curtze, der Maler Christian Ludwig Attersee, Bühnenpunk Paulus Manker, durch die neuen Räume.

Feierlich, aber locker ging es tags darauf in der Alten Uni zu: LH-Vize Herbert Schützenhöfer beschrieb freimütig seinen langen Weg zur Klassischen Moderne. Bundespräsident Heinz Fischer entsann sich, das erste Nitsch-Bild ins Parlament gebracht und zusammen mit Karl Blecha die Freiheit der Kunst in der Verfassung verankert zu haben.

Ab 16 Uhr durften dann alle durchs Joanneumsviertel strömen. Laut vorbestellter Zählkarten werden es bis heute Abend 4200 gewesen sein.

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