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Graz

"Grazfleck" statt Heizstrahler

Graz sagt Heizstrahlern den Kampf an

"Mit gutem Gewissen draußen sitzen" - ein feines Lodenstück im Ponchostil soll Grazer Gastronomen davon abbringen, gasbetriebene sogenannte "Heizschwammerl" in Gastgärten aufzustellen.

 

Der neu designte "Grazfleck" - hergestellt von der obersteirischen Loden-Firma Steiner1888 - soll damit einen kleinen klimarelevanten Beitrag leisten, so Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (G) am Dienstag bei der Präsentation im Cafe Kaiserfeld. Bisher sind zehn Betriebe dabei und legen die in der Tradition des Wetterflecks gehaltende anziehbare Decke mit Architektur-Motiven in ihren Außenbereichen auf.

Den Entwurf hat der auch in Graz tätige Designer Klaus Kempenaars gestaltet und dazu Motive aus dem Stadtbild verwendet, so Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria. Dies sind die halbmondförmigen Leuchtteile unter der blauen Haut des Kunsthauses, das "Lichtschwert" bei der Oper und das Wandmuster der Orangerie im Burggarten. Der "Grazfleck" geht auf eine Idee der Grünen Gemeinderätin Andrea Pavlovec-Meixner zurück, die sich angesichts der in Graz im vergangenen Jahr heftig geführten Diskussion um Freiluft-Heizanlagen für Gastgärten Gedanken über Alternativen gemacht hatte.

Laut Schrempf komme mit dem "Grazfleck" ein Produkt aus 100 Prozent heimischen Materialien zur Anwendung, das noch dazu Anforderungen wie Design-Standards und niedrige Kosten vereinen sollte. Das Umweltamt der Stadt Graz stellte Rücker zufolge 7.000 Euro für die erste Tranche an Decken für zehn Grazer Betriebe zur Verfügung, die bewusst auf Heizstrahler verzichten. Pro Gerät und Jahr spare das der Stadt bis zu vier Tonnen Kohlendioxid.

Verschiedene Farben

Das gute Stück ist in drei verschiedenen Farben erhältlich und kommt auf 180 Euro. Gekauft werden können Stücke der ersten Auflage (300 Exemplare) auch privat, u.a. beim Innenstadtkaufhaus Kastner & Öhler, im Kunsthaus-Shop und bei vier weiteren City-Geschäften.

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