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Das wird 2013

Das Jahr großer Rochaden

Auch wenn das Superwahljahr - abgesehen von der Nationalratswahl - an der Steiermark vorbeizieht, sind in den nächsten Monaten hohe und höchste Landesämter neu zu besetzen. Dabei kann es Überraschungen geben.

© Marija Kanizaj
 

Von Durchatmen keine Spur. Auch wenn die Steiermark im heurigen Jahr im Unterschied zu Nachbarbundesländern im Süden, Norden und Westen von Landtagswahlen verschont bleibt: Von politischer Ruhe werden die kommenden Monate dennoch nicht geprägt sein.

Zum einen, weil die einschneidende Verwaltungsstrukturreform - Stichwort Bezirks- und Gemeindefusionen - auch weiterhin von harschen Zwischentönen der Kritiker begleitet werden wird. Zum anderen stehen auf verschiedensten Entscheidungsebenen wichtige Personalrochaden im Kalender, die zumindest der Opposition dankbare Angriffsziele bieten. So wird von Grünen, FPÖ und KPÖ im Zuge der Neubesetzung der Spitzenpositionen im Landtagspräsidium und im Landesschulrat wohl wieder viel von "Packelei" und "Postenschacher" zu hören sein. Tatsächlich sind die jeweiligen Führungswechsel von Rot auf Schwarz Teil des reformpartnerschaftlichen Koalitionsabkommens zwischen SPÖ und ÖVP.

Bei der ÖVP gelten Franz Majcen (Landtag) und Elisabeth Meixner (Landesschulrat) als Fixstarter. Noch unklar ist dagegen, wen SP-Landeshauptmann Franz Voves als Nachfolger für den nach Kapfenberg abgewanderten Manfred Wegscheider ins Landtagspräsidium entsenden wird und ob der Wechsel im Landesschulratspräsidium für eine Umbildung des SP-Regierungsteams genutzt wird.

Bereits kurz vor Weihnachten entschieden wurde (aber erst im April wirksam) der Wechsel an der Spitze der Landesspitalsgesellschaft Kages. Ex-Chirurgie-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg und Ernst Fartek werden zukünftig den von drei auf zwei Sitze abgespeckten Vorstand bilden. Ganz oben auf ihrer Agenda: die Klärung, wie es mit dem LKH Graz-West und der geplanten Übernahme durch die Barmherzigen Brüder weitergeht.

Ruhiger werden anstehende Postenbesetzungen in der Landeshauptstadt über die Bühne gehen. Hier zwingt das geltende Proporzsystem eigentliche Kontrahenten zur Zusammenarbeit. So wird am 24. Jänner Siegfried Nagl (VP) erneut als Bürgermeister angelobt werden, erstmals allerdings mit einer Kommunistin (Elke Kahr) als Vizestadtchefin an seiner Seite.

Entscheidung in Rom

Fast zeitgleich dreht sich auch an der Grazer Kunstuniversität das Personalkarussell weiter. Nach der von heftigen Nebengeräuschen begleiteten Doch-nicht-Verlängerung von Georg Schulz als Rektor ist jetzt wieder der Unirat am Zug. Auch dieses Gremium steht aber unmittelbar vor einer Neukonstituierung, was die Neubestellung eines Rektors zusätzlich verzögern könnte.

Es ist aber nicht das einzige Sesselrücken im Kunstbetrieb. Im April soll in einem Hearing auch die Neubesetzung der Intendanz am Grazer Opernhaus entschieden werden. Fünf Frauen und vierzig Herren haben sich um die Nachfolge von Elisabeth Sobotka, die ab 2015 Leiterin der Bregenzer Festspiele wird, beworben.

Weder öffentliches Hearing noch offizielle Bewerber gibt es hingegen für das höchste geistliche Amt im Land. Die Nachfolge von Diözesanbischof Egon Kapellari, dessen bereits verlängerte Amtszeit im Jänner abläuft, wird mit größter Diskretion vom Heiligen Stuhl in Rom entschieden. Ein möglicher Kandidat: der derzeitige Weihbischof Franz Lackner.

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