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Reininghaus: Klartext in der Arena

Die Kleine Zeitung lädt heute zur großen Diskussion: Das sind die Chancen, das die Risiken beim 75-Millionen-Euro schweren Reininghaus-Kauf. Diskutieren Sie mit.

© Erwin Scheriau
 

Es könnte der größte Immobilien-Deal der Stadtgeschichte werden - wenn die Grazer Bevölkerung Ja dazu sagt. Am Freitag beginnt die Bürgerbefragung zur geplanten Übernahme der Reininghausgesellschaft Asset One (und zur Umweltzone). Die Kleine Zeitung lädt daher heute um 18.30 Uhr zur Diskussion ins Kunsthaus: Soll die Stadt das Reininghaus-Areal kaufen?

Beantworten werden diese Fragen Experten aus Wirtschaft und Stadtplanung, politisch Verantwortliche sowie der aktuelle Eigentümer der 52 Hektar. Bernhard Astner, Sprecher der Eigentümer, sagt: "Die Stadt ist unser präferierter Partner für den Verkauf der Reininghausgründe. Sie hat die einzigartige Chance, diesen Stadtteil nun als Eigentümer zu entwickeln."

Finanzstadtrat Gerhard Rüsch (ÖVP) nimmt das Zuspiel auf und sieht im Kauf "die einmalige Chance, einen Stadtteil aus einem Guss zu entwickeln". Darüber hinaus brauche man angesichts des Bevölkerungswachstums das Areal "als strategische Grundstücksreserve".

SPÖ-Chefin Martina Schröck hat zwar die Bürgerbefragung ermöglicht, ist aber gegen den Kauf. "Wir haben noch ausreichend Baulandreserven, die bereits erschlossen sind."

Architekt und Stadtplaner Johannes Fiedler vermisst ein klares Bekenntnis der Stadt: "Um als Stadt zu funktionieren, müsste Reininghaus kleinteilig entwickelt werden. Da braucht es mindestens 100 Bauplätze." Stattdessen ist bisher aber nur von großen Genossenschaften und Einkaufszentren die Rede.

Wirtschaftlich ließe sich für die Stadt mehr herausholen, findet Wirtschaftsprüfer Fritz Kleiner: "Die Stadt kauft zu teuer." Er spricht sich nicht grundsätzlich gegen den Kauf aus, "aber nicht so und nicht unter diesem Zeitdruck".

Bürgerbefragung

Unterdessen ist die Bürgerbefragung angelaufen: Die ersten Kuverts sind bereits zugestellt, abgestimmt kann aber erst ab Freitag, dem 29. Juni werden. Alle Infos unter www.graz.at/umfrage2012 .

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