Graz

Student fiel aus Fenster: Großeinsatz

Während einer Party in Graz stürzte der Betrunkene Sonntagfrüh aus einem Fenster im dritten Stock auf das Vordach. "Halb so schlimm", sagt der 28-Jährige, den die Feuerwehr retten musste.

© Brinskelle
 

Im Stiegenhaus stapeln sich die prall gefüllten Müllsäcke, auf dem Boden der Wohnung in der Grazer Annenstraße liegen die Scherben zahlreicher Bierflaschen verteilt. Fleißig putzten Sonntagnachmittag die Mitglieder der Wohngemeinschaft im dritten Stock die Hinterlassenschaften der Studentenparty von Samstagnacht. Mehr als 100 Partywillige sollen der Einladung zur Bachelor-Feier von vier Studenten gefolgt sein. Darunter auch ein 28-Jähriger, dem sein übermäßiger Alkoholkonsum zum Verhängnis werden sollte.

Um sechs Uhr früh, als die Party dem Ende zuging und nur noch 20 Personen anwesend waren, war der Student, der selbst kurz vor seinem Abschluss steht, verschwunden. "Plötzlich stand die Polizei vor der Tür. Wir dachten, Nachbarn hätten uns wegen Lärmbelästigung angezeigt", sagt WG-Bewohner Philipp S. (24).

Tatsächlich befand sich der verschwundene Student auf dem Vordach, laut Polizei rund sechs Meter unterhalb des dritten Stockes. Ein Nachbar hatte gehört, wie der Student auf dem Dach aufgeprallt war, und sofort einen Notruf abgesetzt. Beim Eintreffen vermutete die Polizei, dass der 28-Jährige in selbstmörderischer Absicht am Vordach stand. Da rief der Student den Beamten aber "Bitte helft mir runter!" zu.

Mit der Drehleiter rettete die Berufsfeuerwehr Graz den Verletzten vom Vordach. Das Rote Kreuz brachte ihn ins UKH, wo nur Prellungen festgestellt wurden. Die Polizei geht davon aus, dass der 28-Jährige aus dem Fenster im Zimmer von Philipp S. gestürzt war. "Wie er in mein Zimmer gekommen ist, weiß ich nicht, es war abgesperrt."

"Ich bin hinausgeklettert"

Der Gerettete, der zur Beobachtung im UKH bleiben musste, sieht die Sache ohnehin völlig anders. Aufgrund seiner Alkoholisierung könne er sich zwar nicht mehr wirklich an alles erinnern, sagt der Student, dem der Vorfall sichtlich peinlich ist, zur Kleinen Zeitung. "Ich glaube, dass ich hinausgeklettert bin, gestürzt bin ich nicht." Er könne sich daran erinnern, dass er sich festgehalten habe und auf dem Vordach nicht mehr weiterkonnte. In einem Punkt ist sich der 28-Jährige aber sicher: "Es war alles nicht so schlimm, wie es von unten ausgesehen hat!" Sorgen macht sich der junge Mann jetzt nicht nur um seinen Ruf: "Hoffentlich muss ich den Einsatz nicht bezahlen."

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