15 ° C
Graz

Betrug

"Lottogewinn" kostete 112.000 Euro

Zwei Pensionistinnen aus Graz und Oberösterreich fielen auf einen Telefonbetrüger herein. Für einen vermeintlichen Gewinn im Lotto mussten sie teures Lehrgeld zahlen.

© fotolia.de/ccfranken
 

Der Trick ist nicht neu, aber - wie man sieht - noch immer gewinnbringend. So fiel eine 64-jährige Grazerin auf ein Betrügertrio herein. Der Mann und zwei Frauen riefen sie gleich mehrmals seit Anfang Februar an und setzten sie dabei immer mehr unter Druck.

"Zuerst verständigte sie der unbekannte Anrufer über einen Lottogewinn von 149.000 Euro", so ein Beamter der Grazer Polizei. Um an den Gewinn zu kommen, müsse sie jedoch Paysafe-Karten (elektronisches Zahlungsmittel) kaufen und die Codes dem Anrufer bekannt geben, was die gutgläubige Frau auch tat. Mitte Februar erhielt sie neuerlich einen Anruf, diesmal von einer Frau, die sich als Abteilungsleiterin einer Schweizer Geldtransportfirma (!) ausgab. Der Lottogewinn hätte sich nun auf 1,49 Millionen Euro erhöht, weshalb weitere Paysafe-Karten gekauft werden müssten. Und abermals fiel die Grazerin darauf herein. Erst bei der dritten Anforderung von derartigen Codes zur Geldbehebung wurde die Grazerin misstrauisch. Sie ging zur Polizei, doch da hatten die Betrüger sie bereits um 3500 Euro gebracht.

Viel Geld, doch nichts im Vergleich zu einer 60-jährigen Oberösterreicherin, die ebenfalls den Lottotrickbetrügern auf den Leim ging. Seit Ende Oktober des Vorjahres wurde die Pensionistin aus dem Bezirk Wels-Land immer wieder von den unbekannten Tätern angerufen, manchmal sogar mehrmals am Tag. Für einen "Lottogewinn" musste die Frau nämlich Gebühren, Notarkosten und Steuerabgaben zahlen - vorerst noch kleinere Summen, dann aber immer größere, die sie auf ein Konto in der Türkei überweisen musste. Als die Frau endlich zur Polizei ging, hatten die Betrüger sie bereits um unglaubliche 112.000 Euro gebracht.

An den Lottogewinn hatte die Frau zuletzt gar nicht mehr geglaubt. Aber sie hatte Angst vor der türkischen Polizei und dem türkischen Finanzamt, mit dem die Betrüger ihr drohten.

Kommentieren

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.