Prozess vertagtOpfer von Messerstecherei: "Die haben danach gelacht und sind davongelaufen"

Der Prozess gegen vier Männer wegen versuchten Mordes im Grazer Straflandesgericht ist am Mittwochabend vertagt worden. Die Angeklagten sollen einen Mann durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt haben. Ein neuer Termin stand noch nicht fest.

© Penz
 

Der Prozess gegen vier Männer wegen des Verdachts des Mordversuchs ist am Mittwoch im Grazer Straflandesgericht fortgesetzt worden. Nachdem auch der vierte Angeklagte seine Version des Tathergangs geschildert hatte, wurden erste Zeugen befragt. Jenes Opfer, das nach Messerstichen in den Bauch operiert werden musste, zeigte den Geschworenen seine Narben und belastete die Angeklagten.

Am ersten Prozesstag am Montag wurden drei der vier Angeklagten gehört, wobei unterschiedliche und einander widersprechende Angaben vorgebracht wurden. Am Mittwoch gestand der vierte Beschuldigte, dass er damals zwar vor Ort im Stadtpark war, aber erst hingekommen sei, als alles schon vorbei war. Richter Raimund Frei wunderte sich: "Bisher haben Sie gesagt, dass Sie nicht dort waren." Zeugen haben ihn gesehen, als er eines der Opfer festhielt. "Das habe ich nicht gemacht, ich habe niemanden festgehalten oder geschlagen", beteuerte der Afghane.

Nach den Angeklagten waren die Zeugen am Wort. Zuerst wurde jener Tschetschene gehört, der zwei Bauchstiche erlitten hatte. Durch die Stiche wurde seine Bauchhöhle geöffnet und er musste operiert werden. Das Opfer beschuldigte einen der vier Angeklagten, mit dem Messer auf ihn eingestochen zu haben. Bei einem anderen war er sich nicht sicher. Drei von den vier seien seiner Einschätzung nach jedenfalls bei der Auseinandersetzung der beiden Gruppen dabei gewesen. "Ich habe versucht, die Stiche mit dem Fuß abzuwehren, aber es gelang mir nicht. Dann haben sie gelacht, gepfiffen und sind davongelaufen", wiederholte der Zeuge seine Angaben vor der Polizei.

Am Mittwochabend ist der Prozess vertagt worden. Ein neuer Termin stand noch nicht fest.

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