Bezirks- und Gemeindesuche
Arbeitsbeginn Ende Juli
Der Lassinger Gemeinderat wird sich voraussichtlich gegen Monatsende konstituieren. Vor Gericht wird aber noch weiter gestritten.
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Der Leiter der Landeswahlbehörde, Manfred Kindermann, reiste höchstselbst nach Lassing und überwachte mit seinen Mitarbeitern den Wahlablauf. Einsprüche sind allein aus diesem Grund nicht zu erwarten, daher wird das Ergebnis nach 14 Tagen Rechtskraft erlangen, die konstituierende Sitzung kann dann Ende Juli stattfinden.
Das Wahlvolk hat nicht rebelliert, mit über 79 Prozent war die Wahlbeteiligung fast gleich hoch wie im März. Die ÖVP verlor das nur knapp abgesicherte zehnte Mandat (wir berichteten) und hält bei neun Sitzen, die FPÖ ist künftig mit vier statt drei Gemeinderäten vertreten, die SPÖ mit zwei, und Arnold Dreher hat mit seiner KPÖ-Liste den Einzug wieder nicht geschafft.
Hauptursache für den erneuten Urnengang war der nach Ansicht der Wahlbehörde erfolgte Ausschluss von 36 Wahlberechtigten im Pflegeheim. Diesmal entschied ordnungsgemäß die örtliche Wahlkommission über die Wahlfähigkeit. Beanstandet wurden in dem Einspruch von Arnold Dreher, der letztendlich zur Wiederholung führte, auch Störungen in einem Wahllokal während der Stimmenauszählung, dieses wurde in das Gemeindeamt verlegt.
Bürgermeister Fritz Stangl zeigte sich mit dem Ausgang "sehr zufrieden" und eilte unmittelbar nach Abschluss des Prozedere nach Split, um dort seinen unterbrochenen Segeltörn fortzusetzen. FPÖ-Bezirksparteiobmann Andre Taschner spricht ebenfalls von einem "großartigen Wahlerfolg", die FPÖ ist mit Spitzenkandidat Karl Schupfer zweitstärkste Fraktion in Lassing.
Mit der Konstituierung erlangt die Gemeinde ihre volle Handlungsfähigkeit wieder, auf anderer Ebene gehen die Streitigkeiten aber weiter: Dreher hat Stangl wegen angeblicher Parteiinhalte in der offiziellen Gemeindezeitung rechtlich belangt, die Kontrahenten werden einander vermutlich vor dem Richter wieder treffen.

















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