Bezirks- und Gemeindesuche
Ein Sessel ist wieder grün
Die Landswahlbehörde hat dem Einspruch der Grünen zum Wahlergebnis in Krieglach stattgegeben. Nun hat die Partei wieder ein Mandat.

Foto © Scheriau/Sujet
Eine Stimme ist der ÖVP nun flöten gegangen, die Grünen haben in Krieglach wieder einen Gemeinderatssitz. Die Vorgeschichte: In einem Wahlsprengel hatte ein Wähler zuerst ein Kreuz bei einer Partei gemacht, durchgestrichen, und daraufhin ÖVP angekreuzt. In einem anderen Sprengel ist ein anderer Wähler genauso vorgegangen: Eine Partei angekreuzt, durchgestrichen, dann die Grünen gewählt. Die Stimme für die ÖVP wurde gültig gezählt, jene für die Grünen nicht. Die Grünen flogen aus dem Gemeinderat.
"Schuld" war die Wahlarithmetik: Grün kam auf 129 Stimmen, hatte die Wahlzahl 129 für einen Gemeinderatssitz also erreicht. Die ÖVP hatte 258 Stimmen, die doppelte Anzahl und so zwei Mal die Wahlzahl. Damit hatten Grüne und ÖVP gemeinsam Anspruch auf drei Gemeinderatssitze. Es gab aber nur zwei Sitze, der Losentscheid ging an die ÖVP.
Nun hat die Landeswahlbehörde entschieden: Die Stimme für die ÖVP ist ungültig, damit hat die ÖVP eine Stimme weniger und liegt bei 257 Stimmen, der Losentscheid gilt nicht mehr. "Das 25. Mandat ist bei den Grünen", erklärt Krieglachs Bürgermeisterin Regina Schrittwieser.
17 Mandate hält die Namensliste, fünf die SPÖ, einen Sitz haben jeweils ÖVP, FPÖ und Grüne. Schrittwieser: "Das wurde am vergangenen Freitag verlautbart, 14 Tage dauert es dann noch bis zur Rechtsgültigkeit."
Die konstituierende Gemeinderatssitzung findet wahrscheinlich am 1. Juli statt. Für Stefan Rapp ist der Entscheid Grund zur Freude. "Ein Mandat zu haben, oder nicht, das macht natürlich einen Unterschied", meint er. MICHAELA AUER















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