Bezirks- und Gemeindesuche
ÖVP-Rebell kehrt zurück in die Partei
Überraschung in St. Peter am Ottersbach: Der VP-Abtrünnige Reinhold Ebner ist neuer Bürgermeister und bald auch ÖVP-Chef.
So schnell kann's gehen: Im Gemeinderatswahlkampf waren die Namensliste "st. peter aktiv" und die ÖVP St. Peter am Ottersbach noch erbitterte Kontrahenten. Zwischen den beiden Spitzenkandidaten Reinhold Ebner (st. peter aktiv) und Günther Rauch (VP) flogen ordentlich die Fetzen.
Freitagabend bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates war davon - zumindest nach außen hin - nicht mehr viel zu merken. Ebner wurde mit Unterstützung der ÖVP und Gerhard Sundl (Namensliste GZG) zum Bürgermeister gewählt. Nur die vier SP-Mandatare waren gegen Ebner und hatten mit Fraktionschef Anton Solderer symbolisch ihren eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt. Für ihn blieb letztlich nur der Posten des Kassiers. Zum "Vize" wurde Günther Rauch gekürt - einstimmig.
Dem für viele Beobachter überraschenden Ausgang der Sitzung war ein Deal zwischen Ebner und Rauch vorausgegangen. Demnach sollen sich die beiden Listen noch vor dem Sommer zu einer gemeinsamen ÖVP-Fraktion vereinigen, Sundl lässt seine Teilnahme noch offen. Neuer ÖVP-Ortsparteiobmann soll Ebner werden, Noch-Obmann Rauch soll demnächst zurücktreten, aber Vizebürgermeister bleiben. "Für St. Peter ist diese Fusion die beste Lösung", sieht sich Rauch nicht als Bauernopfer, sondern als "Friedensstifter".
Den Vorwurf der Wählertäuschung weist er ebenso zurück wie Ebner: "Die Bevölkerung hat immer gewusst, dass wir VP-nahe sind." Da bereits eine Teilzeitlösung zwischen ÖVP und SPÖ im Raum gestanden habe, sei ihm nichts anderes übrig geblieben, als sich mit der VP zu arrangieren. "Der Wählerwille, dass ich Bürgermeister sein soll, war schließlich eindeutig", ist Ebner überzeugt.
Geht es nach Solderer, hätte die SPÖ aber eine bedeutendere Rolle spielen müssen: "Schließlich haben wir gewonnen und die ÖVP verloren." Die Verhandlungen mit st. peter aktiv seien seitens Ebner nie wirklich ernsthaft geführt worden. Eine Teilzeitlösung von SPÖ und ÖVP sei am Widerstand in den eigenen roten Reihen gescheitert. ROBERT LENHARD















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