Nicht alle greifen zum Sackerl
Das Bewusstsein, dass man "das Geschäft" seines Hundes wegräumen muss, ist bei den Hundebesitzern in Feldbach und Fürstenfeld zwar erkennbar gestiegen - ein Problem stellt Hundekot aber auch weiterhin dar.

Foto © HirtAndrea Maier mit der dreijährigen Tessi kann in Fürstenfeld im Fall des Falles auf einen Gassiautomaten zurückgreifen
Mit "Nimms Sackerl fürs Gackerl" weisen sogenannte Dogstations daraufhin, was der Anstand ohnehin verlangt: Als Hundebesitzer die Notdurft seines Vierbeiners wieder zu entfernen.
In der Stadtgemeinde Feldbach müssen Tierliebhaber jedoch auf die Sackerlspender verzichten. "Dogstations sind kostspielig - diese müssen nicht nur aufgestellt, sondern auch betreut werden", erklärt Josef Haas von der Stadtgemeinde.
Außerdem besage die Hundebesitzerverordnung, dass "jeder Hundeführer etwas mit sich führen muss, womit er nach der Notdurft seines Hundes den Kot einsammeln kann. Vor dem Gassi gehen ein Sackerl einzupacken, ist kein großer Aufwand", so Haas. Die Nachfrage nach entsprechenden Spendern sei bisher ausgeblieben.
Besserung
In der Stadtgemeinde Fürstenfeld finden Hundebesitzer laut Andreas Schröttner bei ihren Spaziergängen bereits Gassiautomaten vor: "Sehr großen Andrang findet die Vergabe von kostenlosen Verpackungssets direkt beim Bürgerservice der Stadtgemeinde." Auch dort gilt eine Verordnung des Gemeinderats, die die Verunreinigung öffentlicher Straßen einschließlich Friedhöfen und Kinderspielplätzen untersagt.
Das Bewusstsein der Feldbacher Hundebesitzer, "das Geschäft" des Vierbeiners zu entfernen, ist laut Josef Haas in den letzten Jahren gestiegen: "Früher hat es teilweise wirklich wild ausgesehen - das hat sich verbessert." Das Problem sei aber nach wie vor vorhanden.
Seit Jahren gibt es laut Schröttner Schwierigkeiten mit der artgerechten Verwahrung der Tiere, der Einhaltung der Leinenpflicht und eben auch mit der Verunreinigung durch die Notdurft der Hunde: "Es kommt auf die Einstellung der Menschen an. Manche wissen, wie man sich im kommunalen Zusammenleben verhält - viele leider nicht." Bei der Anmeldung des Tieres, in Aussendungen und in den Stadtnachrichten wird an den Anstand der derzeit 291 Hundebesitzer appelliert. Die Hundeabgabe beträgt in der Stadt Fürstenfeld derzeit 35 Euro im Jahr für den ersten Vierbeiner und 43 Euro für jeden weiteren.
Wer sich in der Bezirkshauptstadt Feldbach einen Hund anschafft, wird gleich bei der Anmeldung des Tieres über seine Rechte und Pflichten informiert. Derzeit sind es etwa 130 Hundeliebhaber. Nur 19 Euro jährlich je Hund, unabhängig von der Anzahl der gehaltenen Tiere, müssen Hundehalter dort für den "besten Freund des Menschen" aufbringen.
Ein beliebter Platz, Hunde ihre Notdurft zu verrichten lassen, ist der Stadtpark in Feldbach: "Dort lassen viele Besitzer ihren Hund verbotenerweise frei." Für eigene Hundewiesen und Auslaufflächen fehle es laut Haas aber an verwendbaren, gemeindeeigenen Flächen.
Leinenpflicht
"Für das gesamte Stadtgebiet von Fürstenfeld besteht Leinenpflicht, daher ist das freie Herumlaufen von Hunden nicht vorgesehen - an der Peripherie der Stadt gibt es genügend Auslaufflächen", erläutert Schröttner die Lage für Fürstenfeld.







