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  • 18. September 2014 05:43 Uhr | Als Startseite
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    Gsellmanns Weltmaschine, Edelsbach

    Franz Gsellmann hat aus unzähligen, auf Schrottplätzen zusammengetragenen Teilen, ein Ganzes gemacht - 2008 feiert seine Weltmaschine Geburtstag.

    Franz Gsellmann und seine Weltmaschine

    Foto © Gery Wolf Franz Gsellmann und seine Weltmaschine

    Franz Gsellmanns Weltmaschine ist mittlerweile bereits weltweit bekannt. Der Edelsbacher Bauer war selbst ein kurioser Mensch, der sehr einfach und bescheiden wirkte. Sein bäuerliches Leben war hart, sein innerliches Leben hat er aber in einer einzigartigen Weise in Technik umgesetzt. Die Weltmaschine ist sein Lebenswerk, an dem er 23 Jahre lang unermüdlich arbeitete. Alles dreht sich, alles bewegt sich, alles leuchtet und blinkt. Es klingelt und rasselt, läutet und pfeift. Die Maschine lebt.

    Nachdem Franz Gsellmann das Atomium auf der Brüssler Weltausstellung besucht hatte, begann er eine Maschine zu bauen - aus unzähligen, auf Fetzenmärkten oder Schrottplätzen zusammengetragenen Teilen. Oft hat er sich etwas auch genau nach Plan anfertigen lassen, dabei aber verheimlicht, wofür. Auf die Frage nach dem Zweck meinte Gsellmann: "Für irgendetwas wird's schon gut sein." So steht heute diese Maschine völlig ohne Zweck, aber als Denkmal eines "homo ludens", des spielenden, schöpferischen Menschen Franz Gsellmann, in Edelsbach und versetzt Menschen in Staunen, ja macht sie manchmal über sich selbst ein wenig nachdenklich.

    Trotz Unverständnis in einer Zeit, in der man alles brauchen konnte, hat Gsellmann immer an sein Werk geglaubt. Die raumgroße Weltmaschine könnte in einem Museum stehen, doch sie ist dort am schönsten, wo sie unter engsten Platzverhältnissen errichtet wurde und unmittelbar mit der Umgebung verwoben ist. Dort wird sie in dem Zustand, in dem sie nach Franz Gsellmanns Tod zurückblieb, sorgfältig gepflegt und Besuchern mit ihrem wunderbar-rätselhaften Klingen, Leuchten und Bewegen vorgeführt.

    Nun feiert die Weltmaschine gleich einen doppelten Geburtstag: Am 8. Oktober 2008 vor 50 Jahren erblickte sie das Licht der Welt - und ihr Erbauer wäre 2010 genau 100 Jahre alt geworden. Daher feiern ihr heutiger Betreiber, Franz Gsellmann jr. (der Enkel des Erbauers), die Gemeinde und der Tourismusverband Edelsbach sowie die Vulkanland-Region gemeinsam gleich drei Jahre lang und laden alle interessierten Besucher zum Mitfeiern ein: Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen zu Ehren der Weltmaschine sowie ihres Erfinders und Erbauers werden zwischen 2008 und 2010 stattfinden, den Start macht im November 2008 ein großes Fest in Edelsbach mit der Präsentation eines Weltmaschinen-Buches sowie der Uraufführung eines eigens für die Weltmaschine komponierten Orchesterstückes.  

    Kontakt

    Telefon: +43 3115 29 83
    E-Mail: office@weltmaschine.at
    Internet: http://www.weltmaschine.at

    Adresse

    Kaag 12 , 8332 Edelsbach

    Öffnungszeiten

    Täglich außer Dienstag: 9-18 Uhr

    Preis

    E: 3; K 6-14 Jahre: 1



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