Frostige letzte Reise
Aufregung um Schweinetransport auf slowenischem Lkw. Laut Fleischhof Raabtal und Amtstierarzt wurden Richtlinien aber eingehalten.

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Lebende Schweine bei minus elf Grad auf einem offenen Lkw mit slowenischem Kennzeichen auf der Strecke von Fürstenfeld nach Feldbach - diese Beobachtung schildert Leserin Ida Nowak aus Lödersdorf in einem Brief an die Kleine Zeitung. Sie sei dem Transport bis zum Fleischhof Raabtal gefolgt, wo offenbar Endstation für die Tiere gewesen sei. "Wird das Fleisch dieser aus Slowenien kommenden Tiere bei uns als steirisches Fleisch verkauft oder nimmt der Lieferant das Fleisch wieder mit nach Slowenien?", fragt Nowak.
Die Antwort darauf weiß Johann Kaufmann, Geschäftsführer der Fleischhof Raabtal GmbH.: "Es handelt sich dabei um einen Frächter aus Murska Sobota, der nachweislich Schweine von Bauern aus dem Bezirk Feldbach abholt. Dieses Vorgehen wurde von der Bezirkshauptmannschaft geprüft." Wie Kaufmann betont, handle es sich um einen den Richtlinien entsprechenden geschlossenen Lkw mit Lüftungsschlitzen, jeder im Schlachthof ankommende Transport werde zudem von einem Tierarzt überprüft. Kaufmann: "Wir schlachten seit Jahren nur Schweine und Rinder aus Österreich."
Bestätigt wird der Transport durch den slowenischen Frächter vom Feldbacher Amtstierarzt Albin Klauber, der die Transportpraxis noch näher erläutert: "Die Seitenteile der Lkw müssen offen sein, weil die Schweine sonst ersticken würden, die Wärmeabgabe ist nämlich sehr hoch. Bis zum Schlachthof sind die Tiere maximal eine halbe Stunde unterwegs." Zur Schlachtung selbst ergänzt Klauber: "Selbst wenn slowenische Schweine in der Steiermark geschlachtet werden, dürfen sie niemals als steirische verkauft werden, sondern werden nach Slowenien zurück gebracht." Abgesichert werde dies durch das extrem strenge AMA-Gütesiegel, ein EDV-Programm und durch Tätowierungen, die auch nach der Schlachtung sichtbar seien.












