Transit

Verein übt schwere Kritik

Transitgegner des Vereines „Lebenswertes Salzkammergut“ erheben schwere Vorwürfe gegen die Bezirkshauptmannschaft Gmunden.

Der Pötschenpass als Ausweichroute für Mautflüchtlinge © Christian Huemer
 

Die Anschuldigungen wiegen schwer, die Staatsanwaltschaft wurde vom Verein „Lebensraum Salzkammergut“ eingeschaltet. Vorwurf der Transitgegner: Die Bezirkshauptmannschaft Gmunden sei Anzeigen von Lkw-Mautflüchtigen in der Region nicht oder nur halbherzig nachgegangen.
Seit Anfang 2004 gilt die Lkw-Maut auf Autobahnen. Laut dem Verein wurden die Salzkammergutstraße (B 145) und Wolfgangsee Straße (B 158) in den Folgejahren darum von Frächtern verstärkt als Ausweichroute benutzt, um Geld zu sparen. Nach Bürgerprotesten gilt seit April 2011 am Pötschenpass zwischen Bad Goisern und Bad Aussee jedoch ein Fahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen. Mitglieder des Vereins prüfen seit damals neben der Polizei die Einhaltung der Beschränkung und zeigten nach Stichprobenkontrollen vor allem in den Jahren 2012 und 2013 immer wieder Mautsünder an - in insgesamt 156 Fällen.

In Pressekonferenzen in Salzburg, Gmunden und Bad Aussee übten die Transitgegner nun schwere Kritik an der Behörde. Vereinsobmann Silvester Leitner: „Uns ist aufgefallen, dass immer dieselben Mautflüchtlinge fahren. Wir haben einzelne Frächter 20 oder sogar 30 Mal angezeigt. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft reagierte aber nicht.“ Die BH Gmunden habe in diesen Jahren jeweils nur neun Mautflüchtlinge angezeigt.

2013 trat der Verein an die Staatsanwaltschaft heran, man möge die Lieferscheine in den angezeigten Fällen prüfen. Außerdem wurde dem Verein Akteneinsicht gewährt. Und plötzlich tat sich was. „Während es ursprünglich hieß, dass fast alle Lenker reguläre Frachtpapiere hatten, zeigte die Bezirkshauptmannschaft später doch mehr als 50 Frächter an.“

Jetzt will der Verein alle jene Frächter noch einmal anzeigen, bei denen die BH Gmunden untätig geblieben ist. Zugleich fordert Leitner eine Ausweitung des Durchfahrverbotes über 3,5 Tonnen auf den Pass Gschütt.

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Danke für Ihr Verständnis.

uschba
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Übern Perchauer Sattel und..........

Perchauer Sattel und Obdacher Sattel genau das gleiche Problem mit den Mautflüchtlingen, und sehr selten eine Kontrolle

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zetka266
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Dasselbe Problem gibt es auf der B114 über den Triebener Tauern

und durch das Pölstal.
Mal schauen, wie der (oder) neue Verkehrsreferent in der steir. LR dazu steht.

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zetka266
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Sorry, ich war zu wenig ausführlich: Auf der B114

gibt es erst gar kein Fahrverbot, nur im Winter für Sattelschlepper.

In NÖ hingegen traut man sich, da zwingt man konsequent den Schwerverkehr (und zwar schon über 3,5 Tonnen) auf die höherrangigen Strassen. Die Politik muss also nur wollen....

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wsilvio
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B320

das selbe gilt für die Ennstalbundesstrasse. das LKW Nachtfahrverbot wird sowas von ignoriert.
das gehört streng kontrolliert von der Exekutive sonst ist das wirkungslos.
aber viel wichtiger scheint die Einhaltung von tempo 100 beim einzigen 3 spurigen Streckenabschnitt der Ennstalbundesstrasse.

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cleverstmk
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Wer steuert das??

Der Vorwurf ist völlig berechtigt sollte aber auch die Polizeistationen Bad Aussee und Bad Goisern treffen. Sie können über den Pötschen fahren wann immer sie wollen, es sind Mautflüchtlinge unterwegs. Polizeikontrollen gibt es so gut wie nie.
Nein stimmt nicht ganz, vorgestern wurden in Bad Ischl viele Kurzparker ohne Parkschein erwischt. SUPER!!!!

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