Rückenwind für GegnerDer Widerstand gegen die Spitalsreform wächst

Aktivisten und Bürgermeister der Region Liezen wollen die ganze Steiermark mobilisieren: So soll die geplante Spitalsreform verhindert werden.

Die Harmonie zwischen Jürgen Winter (links) und Christopher Drexler ist verflogen © KK
 

Über Jahre bereitete Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (VP) eine Reform vor, die die Gesundheitsversorgung der Steiermark bis 2025 bzw. 2035 grundlegend verändern soll. Mit einer neuen Spitalsstruktur (weniger Spitäler, Zentralisierung auf weniger als zehn Leitspitäler) und einem aufwändigen Neuaufbau der Versorgung im niedergelassenen Bereich.

Es gab Diskussionen und Aufregung um die Pläne – aber bisher keine echte Gefahr für deren Realisierung. Doch jetzt bekommt der Widerstand neuen Rückenwind. Mehrere Bürgermeister der Region Liezen und Aktivisten der Bürgerinitiative Biss (Bürgerinitiative Standorterhaltung Spitäler) machen nicht nur massiv Stimmung dagegen, dass die Spitäler Rottenmann, Schladming und Bad Aussee in einem Leitspital im Raum Trautenfels zusammengefasst werden sollen. Sie sagen offen: Man wolle andere Gemeinden in der ganzen Steiermark „ansprechen“ um beim  Widerstand mitzumachen. Denn die Pläne sehen große Veränderungen in der ganzen Steiermark bis 2035 vor.

Bei einer Pressekonferenz in Graz waren Bürgermeister (wie Jürgen Winter aus Schladming, VP) und Aktivisten der Bürgerinitiative Biss (Helmut Gassner, Michael Fölsner, Fritz Iglar) vor Ort. Sie sammelten eigenen Angaben zufolge über 17.000 Stimmen gegen das Projekt eines Leitspitals – und wollen weitersammeln. „Wir versprechen der Bevölkerung einen langen Atem zu haben, bis zur nächsten Landtagswahl 2020“, so der Tenor.

Abwärtsspirale

Für LH-Vize Michael Schickhofer („Handlanger“) setzte es genauso Kritik wie für Drexler oder für die Nachnutzungspläne für die Spitäler. Oder, dass durch die längeren Anfahrten zum  Leitspital für das Rettungssystem in der Region Hunderttausende Euro an Mehrkosten entstehen würden.

Und man spricht von finanziellen Verlusten für die Region, weil es weniger Arbeitsplätze und mehr  Abwanderung durch das Leitspital geben werde. Obwohl Drexler nicht nur eine Arbeitsplatzgarantie ausgesprochen hat, sondern bestätigt, dass man mehr Arbeitsplätze schaffen werde. Sein Parteikollege Jürgen Winter bleibt dabei: „Wir kommen in eine Abwärtsspirale.“

Kommentare (3)

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cleverstmk
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Und wo sind???

Mein Name ist Frosch ich weiß von nichts könnte man sagen.
Machen sich die Ausseerlandbürgermeister keine Sorgen , verstehen sie es nicht was passieren wird oder haben sie einen Maulkorb als dank dafür, dass diese 3 Gemeinden nicht zusammengelegt wurden und so bei jedem Sauaustreiben ein Bürgermeister anwesend sei kann.

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otto der große
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Politiker

Solange wir solche unfähigen Politiker wie diesen haben wird sich leider nichts ändern.
Alles in die Städte, Land ade

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gerbur
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7
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Diese Zukunftspartnerschaft und ihre Vorgänger haben schon

den ländlichen Raum erfolgreich begonnen zu ruinieren, Schulen, Polizeiwachstuben etc. zugedreht. Der Zuzug in die Städte steigt rasant an, weil am Land die Infrastruktur immer schwächer wird. Und jetzt knöpft man sich die Spitäler vor. Das Versprechen weniger Spitäler aber trotzdem mehr Personal wird man nur zum Teil einhalten, welcher Teil das ist kann sich jeder denken!

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