Rund 230 wissbegierige junge Leute nutzten die Gelegenheit, sich im Rahmen von verschiedensten Vorträgen über Zukunftsthemen wie Betriebswirtschaft, Marketing, Tierwohl, Lebensqualität und Hofübernahme zu informieren.

Dass es neue Wege der Unternehmensführung braucht, um in unberechenbaren und schnelllebigen Zeiten erfolgreich sein zu können, betonte Dozent Leopold Kirner von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik. Er präsentierte fünf unternehmerische Ansätze, die primär den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Demnach gilt es, persönliche Denkmodelle zu hinterfragen, die uns punkto Entwicklung im Weg stehen. Dazu zählt etwa ein Verharren im Glauben, dass die Politik einen gerechten Produktpreis liefern muss.

Ein weiterer Ansatz ist, eine Experimentierkultur zu entwickeln, die zwar klare Felder – wie etwa den Einstieg in die bäuerliche Direktvermarktung – vorgibt, genaue Ziele jedoch offen lässt. Schwierig aber wichtig ist es zudem Entscheidungen zu treffen, insbesondere, wenn es sich um etwas Neues handelt. Von großer Bedeutung ist laut Kirner auch, eine zum/r Betriebsleiter/in passende Strategie zu entwickeln und umzusetzen. An fünfter Stelle steht für den Experten ein wertschätzender Umgang miteinander.

Im Anschluss an die Vorträge fand ein spannender Roundtable mit hochkarätiger Besetzung zum Thema „Zukunft Landwirtschaft – Was braucht die Jugend?“ statt. Dabei gab Kabinettchef Michael Esterl aus dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW) einen interessanten Einblick in die aktuelle politische Lage sowie die anstehenden Verhandlungen zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). „Junge Übernehmer/innen brauchen Sicherheit. Daher gilt es auch in der künftigen GAP, neben vielen weiteren Maßnahmen insbesondere jene zur Förderung der Junglandwirtinnen und -wirte abzusichern“, betonte Esterl.