SommersbergseeHohenberg: "Wenn ich Wasner noch einmal beim Abkassieren erwische, klescht es."

Reinhard Hohenberg, im Grundbuch stehender Besitzer des Sommersbergsees, referierte bei der Gemeinderatssitzung in Bad Aussee.

Der Grazer Anwalt und derzeitige Eigentümer des Sommersbergsees, Reinhard Hohenberg, im Ausseer Gemeinderat (rechts von Vize-Bgm. Rudolf Gasperl) © Martin Mandl
 

Die jüngste Gemeinderatssitzung von Bad Aussee stand im Zeichen zweier Themen: Zum einen ging’s um das Zentralspital und zum anderen um den Sommersbergsee. Große Augen gab es schon kurz vor der Sitzung, als überraschend Reinhard Hohenberg in den Raum trat und neben Vizebürgermeister Rudolf Gasperl Platz nahm.
Der im Grundbuch stehende Besitzer des Sommersbergsees sollte über die derzeitige Situation dort berichten. Und das tat er. „Wenn jemand sagt, ob im Sommersbergsee gebadet werden kann, dann bin ich das“, erklärte er. „Und ich sage, geht baden, wenn es warm genug ist.“ Er unterstrich neuerlich, dass er das „Theater um den See“ endlich beenden wolle. „Ich verbringe mein Berufsleben mit Streiten, im Privaten muss das aber nicht sein.“

Er beantwortete zudem Fragen der Gemeinderäte, etwa jene, wie man gedenke mit Johannes Wasner, dem früheren Eigentümer des Sees, umzugehen. „Grundsätzlich ist es so, dass Johannes Wasner mit seiner Mutter dort wohnen darf und auch nach dem Tod der Mutter ein weiteres Jahr das Wohnrecht hat. Sollte ich ihn aber wieder im Wald beim Abkassieren von Leuten erwischen, dann klescht es.“
Auf die Frage wie lange das Verfahren noch dauert, konnte Hohenberg keine konkrete Antwort geben. Beim Verabschieden sorgte Hohenberg für erneutes Schmunzeln. Er klopfte Grün-Gemeinderätin Elisabeth Welzig, eine seiner größten Kritikerinnen, auf die Schulter und meinte lachend, „man muss nicht immer so viel streiten“.

Beschlossen wurde übrigens auch so einiges, etwa der Nachtragsvoranschlag. Die Ausgaben des ordentlichen Haushaltes erhöhen sich von 12.298.200 auf 13.691.800 Euro. Im außerordentlichen Haushalt steht ein Abgang von 222.100 Euro zu Buche. Der Grund dafür: Die größten Rechnungen der Baufirmen für den Um- beziehungsweise Ausbau der Volksschule trudelten erst heuer anstatt bereits im Jahr 2016 ein.

Die Grünen kritisieren übrigens, dass sie über die Einladung Hohenbergs im Vorfeld nicht informiert wurden. Nur eine Partei habe Kenntnis davon gehabt. So könne man sich auf die Sitzung nicht entsprechend vorbereiten.

Kommentare (2)

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cleverstmk
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Spital

warum gibt es keine einzige Zeile über das Zentralspital, bei welchem die ÖVP hat ganz handsam brav nach Grazer Vorbild das Händchen hebt.
Spital und 200 Arbeitsplätze sind weg!!!

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cleverstmk
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Wortwahl

Egal was passiert ist oder wird, diese Wortwahl ist unpassend.

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