Mitterberg-St. MartinUnbelehrbar: Hasch-Plantagen im Wald und im Bauernhaus

Ein Quartett, das zunächst in Wäldern Cannabis angebaut hat, sich dann aber auf die Indoor-Zucht verlegt hat, wurde jetzt gefasst.

Im Stall wurde die Polizei fündig © Polizei
 

Fünf Polizisten samt Drogenspürhund rückten am vergangenen Montag auf einem Hof in der Gemeinde Mitterberg-St. Martin an. Bei der Durchsuchung eines alten, unbewohnten Hauses, das sich auf dem Anwesen befindet, stießen sie auf eine neun Quadratmeter große Cannabis-Indoorzuchtanlage mit 25 Stauden sowie mehrere bereits getrocknete Pflanzen. Betrieben hatte die Anlage ein 18-jähriger Hofbewohner gemeinsam mit einem Gleichaltrigen, einem 19- und einer 20-Jährigen. Auf die Schliche war man dem einheimischen Quartett gekommen, weil ein Verwandter des 18-Jährigen die Plantage entdeckt und den Fund gemeldet hatte.

„Er hat die Zuchtanlage eigentlich schon zwei Wochen vorher gefunden, die Pflanzen damals abgeschnitten und weggeworfen“, heißt es vonseiten der Polizei. Die „Gärtner“ ließen sich davon aber nicht bremsen, brachten die Anlage einfach ein Stockwerk nach oben und fuhren nach Polizeiangaben nach Leoben, wo sie neue Pflanzen besorgten. Dort hatten sie zuvor bereits diverse Anbau-Utensilien im Wert von insgesamt rund 2500 Euro erstanden. Doch auch einen Stock höher blieb die Anlage nicht unentdeckt, der Verwandte ging diesmal zur Polizei.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die vier bereits im vergangenen Sommer in einem Wald am Mitterberg Cannabispflanzen angebaut hatten, 36 Stück insgesamt. Der Grundbesitzer war damals auf das ungewöhnliche Pflanzgut gestoßen. Und auch in der Großsölk waren die vier aktiv, dort hatten sie im 2016 ebenfalls in einem Waldstück Cannabis angebaut. Zu ihrem Pech wurden hier die Pflanzen allerdings gestohlen.

Zwei der Männer wurden am Montag vorläufig festgenommen, sind seit Mittwoch aber wieder auf freiem Fuß. Alle vier sind komplett geständig, sie wurden anzeigt. Wie viel der Suchtgiftverkauf in die Kasse des Quartetts gespült hat, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen, auch nach Abnehmern wird noch gefahndet.

 

 

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