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Postpartner ist oft ein Nullsummen-Spiel

In Selzthal hat die Post zwar eine Servicestelle - man möchte jedoch einen Postpartner mit größerem Leistungsumfang installieren.

© APA/'Sujet
 
In Selzthal wurde 2005 das Postamt zugesperrt, anschließend bei der örtlichen Trafik Wechsler eine Post-Servicestelle eingerichtet. Gestern präsentierte die Post ihre neuen Umbaupläne und wieder stand Selzthal auf der Liste, für die man einen Postpartner sucht. Pressesprecher Andreas Pachler klärt auf: "In Selzthal haben wir aus unserer Sicht genug Möglichkeiten, um einen Postpartner zu führen. Derzeit haben wir nur die Service-Stelle, die nicht so umfangreiche Leistungen wie ein offizieller Postpartner durchführt."

Postservice-Stelle. Dazu gehören etwa zusätzliche Bankdienstleistungen wie Ein- und Auszahlungen für Bawag-PSK-Konten, Sparbücher und EMS-Sendungen oder Geldanweisungen. "All das würden wir in Selzthal gerne machen - wir werden der Postservice-Stelle nun ein Angebot machen, Postpartner zu werden."

Kaum Zusatznutzen. Gernot Wechsler wartet vorerst einmal ab, wie gut das Angebot tatsächlich ist. "Denn die Servicestelle ist zwar mittlerweile etabliert, aber der große Zusatznutzen ist es nicht." Rund 85 Prozent der Kunden holen zwar jetzt dort ihre Briefe. "Aber die kaufen deshalb nicht bei mir ein. Ich habe jedoch extra jemand für zehn Stunden eingestellt und muss außerdem sämtliche Vorgänge für die Post handschriftlich protokollieren und abrechnen. Unterm Strich ist es kein Verlust, aber auch kein nennenswerter Gewinn", bilanziert er.

Kein Irrtum. Dass man, wie am Mittwoch bekanntgegeben, die Postämter in den Gemeinde Stainach, Haus und Ramsau schließen will, ist laut Pachler kein Irrtum. "Über das Jahr gesehen lohnt es sich an den Standorten, die wir mit Postpartnern ersetzen wollen, einfach nicht." Ausnahmen im Sinne des Versorgungsauftrages gebe es nur für Postämter in sehr exponierten Lagen, die etwa ganze Täler abdecken. "Ich weiß schon, dass Touristen die Post brauchen, doch gerade Schifahrer eher abends. Da ist man bei einem Postpartner besser aufgehoben", so Pachler mit Blick nach Haus.

Diskussion und Proteste. Zu Wort gemeldet hat sich am Mittwoch auch der Admonter Bürgermeister Günther Posch: "Die derzeitige Diskussion und die Proteste unserer Politik gegen die Postschließungen sind offensichtlich nicht ehrlich. Die Grundlage dafür wurde von unseren eigenen Volksvertretern (aller Farben) beschlossen. Die Scheinheiligkeit ist wohl auch ein Teil der Politikverdrossenheit."

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