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ALPINUNFÄLLE STEIERMARK

Zwei Tote, mehrere Verletzte am Wochenende in Bergen

Ein Wanderer erlitt im Bezirk Liezen einen Herzinfarkt und starb. Bei Mariazell stürzte ein Pilger in der Dunkelheit über eine Felswand in den Tod. 77-Jährige stürzte beim Klettern ab.

 

In der Steiermark sind am Wochenende zwei Menschen ums Leben gekommen, wie die Sicherheitsbehörden am Sonntag mitteilten. Im Bezirk Liezen erlitt ein Wanderer einen Herzinfarkt und starb, nahe Gußwerk bei Mariazell stürzte ein Pilger in der Dunkelheit über eine Felswand in den Tod. Am Kaiserschild bei Eisenerz bekam ein Kletterer in der Wand Probleme und musste von einem ÖAMTC-Hubschrauber geborgen werden. Bei Hohentauern brach sich eine 63-jährige Wanderin den Fuß, bei Dürradmer stürzte ein 71-Jähriger ab und wurde schwer verletzt. Eine 77-jährige Grazerin war ungesichert auf einem Klettersteig in Bad Eisenkappel unterwegs. Sie stürzte ab und wurde mit schweren Verletzungen ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt geflogen.

Eine 77 Jahre alte Frau aus Graz ist am Sonntag während einer Bergtour bei Bad Eisenkappel (Bezirk Völkermarkt) in Kärnten abgestürzt und schwer verletzt worden. Laut Angaben der Polizei war die Pensionistin auf einem Klettersteig im Bereich der sogenannten Uschowa ungesichert unterwegs. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte rund 70 Meter über steiles Gelände ab. Die Verletzte wurde von der Bergrettung geborgen und mit dem Rettungshubschrauber C 11 ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt geflogen.

Im Zuge einer Wanderung auf die Voralpe im Gemeindegebiet von Altenmarkt erlitt ein 69-jähriger Pensionist aus Altenmarkt vermutlich einen Herzinfarkt. Der Notarzt des ÖAMTC Hubschraubers C 15 konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Über eine Felswand abgestürzt

Im Bereich des Tonion (1.699 Meter Seehöhe) in der Gemeinde Gußwerk (Bezirk Bruck/Mur) stürzte ein 42 Jahre alter Pilger in den Tod. Der Mann war mit einer 15-köpfigen Gruppe nach Mariazell unterwegs. Die Pilger hatten sich in mehrere Gruppen aufgeteilt und wollten in einem Unterstand im Bereich Herrenboden übernachten. In der Dunkelheit dürfte der Mann, der alleine gegangen war, vom Weg abgekommen und in der Nacht auf Samstag im Bereich Teufelkessel auf etwa 1.200 Meter über eine Felswand 60 Meter tief gestürzt sein. Bei einer Suchaktion der Bergrettung Mariazell, der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei Mürzzuschlag und eines Hubschraubers des Innenministeriums wurde der Mann am Samstagabend tot am Fuße des Felsstocks gefunden. Er wurde vom Helikopter geborgen, so Bezirksinspektor Gerhard Rieglthalner.

Suchaktion

Eine weitere Suchaktion nach einen 78-Wanderer im Gebiet der Gleinalm (Bezirk Judenburg) fand ein glückliches Ende: Der Vermisste kehrte unversehrt von selbst ins Tal zurück, die Suche mit dem Polizeihubschrauber konnte eingestellt werden, so ein Alpinpolizist.