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Tickets per Post kamen nicht an

Disput um eine verschollene EMS-Sendung in die Ramsau: Nach Beschwerde wurden zwar die Kosten der Sendung ersetzt, der Ärger der Betroffenen wurde dadurch aber nicht geringer.

© APA/Symbolbild
 

Wenn also die Zeit knapp wird, ist der sicherste Weg für eine pünktliche Zustellung das Express Mail Service EMS der Post", preist das Unternehmen seine "zuverlässige, schnelle und termingerechte" Variante an. Genau das brauchte Familie Hinteregger aus Graz. Sie hatten heuer im Sommer Karten für das Staatsopernballett in Altaussee gewonnen. Da sie am Aufführungstag kurzfristig verhindert waren, wollten sie die Tickets Verwandten in der Ramsau zukommen lassen. Die Zeit war knapp, also wählte man das EMS-Service der Post. "Man erklärte uns am Schalter, dass die Tickets unter Garantie bis zwölf Uhr des Nachfolgetages in der Ramsau zugestellt werden. Das wäre sich für die Aufführung noch ausgegangen."

Aber: Die Karten kamen nicht an. Über Umwege und freundliche Helfer konnte man die Aufführung kulanterweise doch noch besuchen. Dennoch wollte die Familie wissen, wo die Karten im Wert von rund 100 Euro nun geblieben waren. "Wir haben telefoniert, sind zu verschiedenen Postämtern gefahren und haben nachgeforscht. Man fand kein Wort des Bedauerns, es gab nur lapidare Ansagen", ärgert sich Hinteregger.

Nachdem nichts fruchtete, beschwerte sich die Familie letztlich beim zuständigen Ministerium. Über das EMS-Customerservice erhielt man schließlich die Nachricht: Recherchen haben ergeben, dass der Verbleib der Sendung nicht feststellbar sei.

"Das hat mir gereicht. Für die vielen Telefonate, Fahrten zu den Postämtern und Zeit habe ich einen Kostenersatz von 30 Euro gefordert", so Hinteregger. Die bekam er nicht, allerdings nach einiger Zeit die Kosten der Sendung refundiert. Exakt 9,90 Euro. "Sonst nichts. Und das in einem Umschlag mit dem Aufdruck: Wenn's wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post!"

Licht ins Dunkel

Pikantes Detail: Ganze vier Wochen später wurde der EMS-Brief doch noch zugestellt. Auf Anfrage der Kleinen Zeitung ging man jetzt der Sache postintern noch einmal nach. Man konnte den Fall lösen. "Die Sendung hatte ein außergewöhnlich kleines Format und ist bei der Sortiermaschine zwischen die Rollen gefallen." Erst bei einem Service habe man die Sendung bemerkt.

"Wir entschuldigen uns dafür, es tut uns sehr leid. Wir werden den Betroffenen im Kulanzweg nun auch die Spesen ersetzen", so Stephan Fuchs, Pressesprecher und Ombudsmann der Post AG.

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