Girls Day will Mut für Neues wecken
Im Rahmen des Girls Day durften Mädchen der 7. und 8. Schulstufe quer durch die Region in untypische Frauenberufe schnuppern. Das Interesse war groß, die Erfahrungen interessant.

Foto © AstKendrion-Lehrlingsausbildner Josef Waltl schaut Vanessa auf die Finger
Für Cornelia Keiml und Lisa Barbic, beide besuchen die Hauptschule Mureck, hat der Tag gestern früh begonnen. Um 7.30 Uhr startet in der Kfz-Werkstatt des Autohauses Schaffer in Mureck, wo die beiden im Rahmen des Girls Day technische Berufsluft schnuppern durften, der Arbeitstag des Teams rund um Bernhard Hirschmann. Und als die Mädchen um 9 Uhr der Kleinen Zeitung ihr erstes Interview gaben, konnten sie dementsprechend schon einiges berichten. Unterbodenschutz spritzen, Bremsen und Windschutzscheibe reparieren, ein Komplett-Service wurden schon erledigt. "Bei uns muss was weiter gehen, immerhin machen wir derzeit zwischen 15 und 25 Autos pro Tag", schildert Bernhard Hirschmann. Einstimmiger Tenor der Mädchen: "Alle sind sehr nett und die Arbeit ist sehr interessant." Ob sie sich vorstellen können, Kfz-Mechanikerin zu werden? Cornelia nicht, sie will Kindergärtnerin werden. Und Lisa überlegt noch. Berufsfindungsbegleiterin Monika Plangger betont die Wichtigkeit des Girls Day: "Die Projektzielsetzung, Mädchen für technische Berufe zu interessieren, geht voll auf. Und auch die Betriebe sind mittlerweile total offen und machen ganz toll mit."
Im Bezirk Deutschlandsberg nahm die Firma Kendrion Binder Magnete GmbH. aus Eibiswald erstmals an dieser Aktion teil. Acht Mädchen der Hauptschulen Wies und Schwanberg konnten nach Vorstellung der Firma an vier Stationen ihre technischen Fähigkeiten erproben. Betreut wurden sie von der Berufsfindungsbetreuerin Waltraud Stoiser. So galt es, eine Spule zu wickeln und einen Magnet herzustellen, der dann im Labor getestet wurde. Lehrlingsausbildner Josef Waltl meinte: "Ich bin überrascht, wie geschickt sich die Mädchen angestellt haben." An einer anderen Station wurde wiederum ein elektronischer Würfel gefertigt. Einig waren sich Vanessa und Corinna: "Anfangs war ich nervös, weil ich mit solchen technischen Dingen noch nichts zu tun gehabt habe. Aber es war sehr interessant." Dennoch wollen beide eher keinen technischen Beruf ergreifen.
Silvia Pühringer, Berufsfindungsbegleiterin im Bezirk Leibnitz, freut sich über positive Rückmeldungen der Mädchen. Und der Firmen. "Josef Steinbauer von der Firma Interporsche etwa hat mir bestätigt, wie wichtig diese Infotage sind, damit die jungen Leute schauen können, ob das Berufsbild überhaupt für sie passt", so Pühringer.
Features
Kommentar
Teilnehmende Betriebe
Bezirk Leibnitz: Franz Gady GmbH (Lebring), Möbeltischlerei Breitenthaler (Gralla), Fink GmbH (Standort Leibnitz), Interporsche Leibnitz, Assmann Ladenbau, Posch GmbH (Kaindorf/Sulm).
Bezirk Deutschlandsberg: Kendrion Binder Magnete GmbH (Eibiswald), Autohaus Poprask (Eibiswald), Rauchfangkehrerbetrieb Andrea Krauß, Seidel Elektronik GmbH Nfg. KG, Epcos OHG, Autohaus Poprask, NJoy Radio (alle Deutschlandsberg), Leo Möbeldesign GmbH (Groß St. Florian), Internorm Bauelemente GmbH (Lannach).
Bezirk Radkersburg: Autohaus Majcan, Öamtc , Elektro Kossär, Stahlbau Schifter, Malerbetrieb Potzinger (Bad Radkersburg), Tischlerei Schilli (Halbenrain), Autohaus Schaffer, Elektro Lafer, Glas Süd, Landesberufsschule (Mureck), Krobath - Gas Wasser Heizung, Hackerglas, Spenglerei Zidek, Autohaus Moik, Tischlerei Zach (Straden).







