Wandern zum Schutz der Grenzmur
Anlässlich des Weltfeuchtgebietstages lädt das Murschutzkomitee morgen zu einem bilateralen Wandertag in die Murauen. Die Gefahr der Verbauung durch sechs Kraftwerke ist größer denn je.

Foto © kkBesichtigt wird unter anderem auch die Muraufweitung bei Gosdorf
Wanderschuhe schnüren heißt es für alle Freunde der Grenzmur und die, die es noch werden wollen. Anlässlich des bevorstehenden Weltfeuchtgebietstages lädt das Internationale Murschutzkomitee zur traditionellen Wanderung. Unter dem Motto "Unsere Mur - Nasa Mura" erfolgt um 11 Uhr in Misselsdorf/Gosdorf der Start zu einem rund 14 Kilometer langen grenzüberschreitenden Marsch durch die Murauen (siehe Infokasten). Mit erwarteten 500 bis 1000 Teilnehmern handelt es sich steiermarkweit um die größte Aktion im Rahmen des Weltfeuchtgebietstages.
Natur-Attraktionen. "Jedes Jahr begehen wir ein anderes Teilstück. Diesmal gibt es etliche Natur-Attraktionen zu sehen", rührt Bernard Wieser, Sprecher des österreichischen Murschutzkomitees, die Werbetrommel. Unter anderem kann die Muraufweitung bei Gosdorf von beiden Murufern eingesehen werden. Auf slowenischer Seite wird der "Vater der pannonischen Eichen", - ein verkohlter Eichenstamm - besichtigt.
Freie Fließstrecke in Gefahr. Die Wanderung hat aber auch einen ernsten Hintergrund. Laut Wieser sind die Pläne der slowenischen Draukraftwerke, sechs Wasserkraftwerke in der Grenzmur zu errichten, wieder höchst aktuell. "Auf slowenischer Seite betreiben die Planer massiv Öffentlichkeitsarbeit für die Kraftwerke", weiß Wieser. Ein einziges Kraftwerk würde reichen, um die rund 1200 Kilometer freie Fließstrecke zwischen Spielfeld und dem Eisernen Tor im serbisch-rumänischen Grenzgebiet zu unterbrechen. "Wir fordern daher eine Unterschutz-Stellung dieses in Mitteleuropa einzigartigen Gebietes", meint Johann Pfeiler. Der Natura 2000-Gebietsbetreuer des Wasserverbandes Radkersburg steht morgen als einer von 15 Auen-Guides für nähere Informationen zur Verfügung.
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Kommentar
Ramsar Wanderweg
Am 2. Februar 1971 wurde in der iranischen Stadt Ramsar eine Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet.
Seitdem wird an diesem Tag der Weltfeuchtgebietstag gefeiert.
Bereits morgen findet in den Murauen ein grenzüberschreitender Wandertag statt .
Treffpunkt ist um 10 Uhr beim Hummelbauer Schmidlechner in Misselsdorf/Gosdorf. Infos unter Tel. 0664-19 19 346.







