Gewitter wütete: "Eternitteile flogen 100 Meter weit"
Heftiger Gewittersturm im Bezirk Deutschlandsberg richtete großen Sachschaden an. Stromausfall im Bezirk Leibnitz.

Foto © Karl König Ein ganzer Dachstuhl landete auf der Gemeindestraße von St. Ulrich
Gewitter hatten die Meteorologen für Freitag abgekündigt gehabt, doch damit hatten die Bewohner nicht gerechnet: Schon kurz nach neun Uhr früh verdunkelte sich über der Süd- und Südweststeiermark der Himmel, innerhalb weniger Minuten herrschte Weltuntergangsstimmung. "Für die Feuerwehren im Bezirk gab es Großeinsatz", so ein Sprecher der "Floriani"-Zentrale Deutschlandsberg. Sturmböen vernichteten im Raum Staritsch und der Gemeide Aibl mehrere Hektar Wald.
Gewittersturm. Am schwersten betroffen war die Gemeinde Sulmeck-Greith. Dort trug der Gewittersturm bei einem Stallgebäude den gesamten Dachstuhl ab. "Die Eternitteile flogen an die 100 Meter weit", berichtet Bürgermeister Karl König. Das Dach landete auf einer Gemeindestraße, wo sich zum Glück niemand war. Wie Bürgermeister Karl König der Kleinen Zeitung DIGITAL berichtete, sei der Stall in einem durchaus guten Zustand gewesen, stand aber leer, daher kamen keine Tiere zu Schaden. Der Sturm dürfte bei dem über 20 Meter langen Gebäude durch offene Ziegelornamente eingedrungen sein und riss die ganzen Giebelwände mit. Für die Feuerwehren gab es Bezirksalarm: Im Raum Eibiswald mussten Straßen von umgestürzten Bäumen befreit, Keller ausgepumpt werden. Überschwemmungen gab es auch in Steyeregg und Limberg. In Wielfresen musste ein Baum gelöscht werden, den ein Blitz in Brand gesteckt hatte.
Leibnitz. Weniger heftig, dafür umso folgenschwerer zog das Unwetter über den Bezirk Leibnitz hinweg. Blitze schlugen gleich in zwei Trafostationen ein und legten in der Folge die Stromversorgung für rund 800 Haushalte in Kaindorf/Sulm und in Teilen der Stadt Leibnitz eine Stunde lahm. Auch etliche große Firmen waren davon betroffen, ihre Maschinen standen still. "Die Versorgung konnte durch Umschaltmaßnahmen rasch wieder hergestellt werden", so ein Sprecher der Energie Steiermark.
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Die Gemeindearbeiter hatten alle Hände voll zu tunFoto © Karl König










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