Badesaison war bisher ein Flop
Das bisherige Wetter machte den Bäderbetreibern in der Süd- und Südweststeiermark einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Die Hoffnungen ruhen auf Juli und August.

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Über den verregneten und kühlen Mai sowie Juni sind Sonnenanbeter und Wasserratten mehr als enttäuscht. Vor allem Betreiber von Badeanstalten haben enorme Einbußen zu verzeichnen. Der einhellige Tenor der Betreiber in den Bezirken Deutschlandsberg, Leibnitz und Radkersburg: "Bislang ist die Badesaison ein wahrer Flop. So arg war es schon lange nicht mehr." Deshalb haben auch viele Bäder nicht wie sonst üblich am 1. Mai, sondern erst am 21. Mai oder gar Anfang Juni die Pforten geöffnet. Alle klammern sich an die Hoffnung, dass der Juli und August mit sonnenreichen Tagen den Schaden in Grenzen halten sollen.
"Obwohl wir ein Solar-beheiztes Bad haben, sind die Gäste bei dieser kalten und verregneten Witterung natürlich ausgeblieben. Lediglich an den paar warmen Tagen im Juni sind die Leute gekommen und wir hatten am Wochenende sogar über 1000 Gäste", berichtet Manfred Rauch, Verwalter der Sport- und Freizeitanlage der Stadt Mureck. Wegen des Regenwetters war auch der Campingplatz wenig frequentiert.
Ins gleich Horn bläst Manfred Strohriegl, Geschäftsführer der Bad-, Camping- und Freizeitanlage Leibnitz: "Bislang war die Saison sehr schlecht. Wir liegen um etwa 30 Prozent hinter guten Saisonen zurück. Für uns sind die Wochenenden entscheidend." Teilweise wird das Wasser durch Solarenergie temperiert. Das nutzen vor allem am Vormittag die Schulen. Der Regen vertreibt die Camper, die dann lieber in den Süden ziehen. In St. Georgen a.d. Stiefing wurde das Bad gar erst Anfang Juni geöffnet und war tageweise wegen Schlechtwetters überhaupt geschlossen.
"Heuer ist es eine volle Katastrophe. 50 Prozent Minus gehen sich gar nicht aus. Außer hohen Kosten haben wir nichts gehabt. Denn das Wasser wird durch Nahwärme aufgeheizt", beklagt Bademeister Edurad Ruhri von Eibiswald. Wenn es schön ist, stürmen die Leute aus der Region das Bad. So auch an den paar warmen Tagen im Juni, an denen am Vormittag vor allem die Schulen das Bad nutzten.
Auch in Schwanberg beklagt Bademeister Helmut Seewald einen ganz miserablen Verlauf. Das Freibad in Frauental ist im Bezirk besonders beliebt. "Doch heuer haben wir bisher nur 17 Badetage insgesamt zu verzeichnen. Teilweise nur mit 80 Gästen gegenüber Tagen mit weit über 700 Besuchern", betont Bademeister Christian Schwab. Und Bademeister Gerhard Haydn von Stainz: "Es ist einfach frustrierend für uns. Wir haben maximal eine Badewoche gehabt. Außer Arbeit ist nichts gewesen." Gegenüber dem Vorjahr sei jedenfalls ein starker Verlust zu verzeichnen. Trotz der widrigen Verhältnisse will keiner noch das Handtuch werfen.








