Sternsingen als ganz große Leidenschaft
Seit nunmehr 41 Jahren steht Maria Walter im Dienst der Dreikönigsaktion des Hilfswerkes der Katholischen Jungschar. Ungebrochen ist ihre Leidenschaft für die gute Sache, mittlerweile zieht sie hinter den Kulissen die Fäden.

Foto © kuzmicki
Vier Jahrzehnte ist Maria Walter aus Neudorf bei Stainz mittlerweile im Rahmen der Sternsingeraktion aktiv und wenn man sie nach den schönsten Erlebnissen fragt, schießt es aus ihr heraus: "Alles war und ist schön, denn da kommt so unglaublich viel zurück."
Obwohl sie ehrlich zugibt, dass sie vor 41 Jahren, als sie als Begleiterin, mit damals erst 16 Jahren begonnen hat, nicht gedacht hatte, dass sie das Sternsingen so fesseln würde. "Aber man wächst in die Aufgabe hinein und wenn man die Begeisterung der Kinder sieht, die glänzenden Augen und die Freude der Menschen, wenn wir zu ihnen kommen, dann kann man einfach nicht mehr loslassen", ist die mittlerweile 57-Jährige felsenfest überzeugt.
Die Erinnerungen an die Anfänge sind bei Maria Walter so lebendig, als wären seither keine 41 Jahre sondern lediglich ein paar Jährchen ins Land gezogen. "Wir haben damals in zwei Tagen drei Dörfer besucht. Wir waren durchgehend zwölf Stunden im Einsatz, waren nur zu Fuß unterwegs, Autos gabs damals ja nicht wie heute. Oft sind wir stundenlang durch den Schnee gestapft, zu entlegenen Gehöften, wo uns dann auch immer wieder die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde. Die Kinder waren so pitschnass, dass aus den Schuhen das Wasser geronnen ist. Aber das alles hat der Begeisterung keinen Abbruch getan."
Unermüdlich
Fünf Jahre ist sie alleine als Begleiterin mit ihrer Gruppe unterwegs gewesen, dann erhielt sie Unterstützung von ihrem damals "Noch Nicht"-Gatten. Vor 30 Jahren wurde schließlich die erste Sternsinger-Gruppe im eigenen Dorf gegründet, für die sie sogar die Gewänder selbst genäht hat. Heute noch sind selbige im Einsatz, ohne dass man ihnen das Alter ansieht. "Lediglich der Stern wurde heuer erneuert, der hatqs nach 30 Jahren nimmer gemacht", lacht Maria Walter.
Heute ist sie zwar nicht mehr als Begleiterin im Einsatz. Ihrem Engagement für die Sache tut das aber keinen Abbruch. Sie wäscht und pflegt die Gewänder, kocht immer wieder für die Kinder, die Proben finden im Hause Walter statt ebenso wie der Abschluss. Klar, dass auch die Töchter Veronika und Elisabeth mit dem Sternsingen groß geworden sind. "Wir waren immer als Team unterwegs", lacht Veronika, mittlerweile selbst Begleiterin. Elisabeth hat mit den Kindern heuer die Kronen gebastelt. "Das Sternsingen schweißt die Gemeinschaft zusammen, auch im Dorf", ist sich Veronika sicher.
"Es gibt schöne Momente und berührende Momente. Es gibt Momente zum Lachen. So viele Leute freuen sich, dass sie nicht von uns vergessen wurden. Die Kinder sind begeistert und stolz. Sie fühlen sich selbst beschenkt. Sternsingen tut Groß und Klein gut", ist Walter überzeugt.








