Frau (61) drohte Polizei mit Bomben
Ihr Motiv: 61-jährige Weststeirerin hatte Wut auf Behörde und Polizei.
Weil sie sich ungerecht behandelt fühlte, wollte sich eine 61-jährige Weststeirerin an der Behörde und der Polizei rächen. Sie verschickte drei Drohbriefe. "Attenzione, Bombe in Statione" - kurz und bündig, aber unmissverständlich war der Wortlaut der Drohbriefe, die die Polizeiinspektionen Deutschlandsberg und Stainz Dienstag per Post erhielten. Zum selben Zeitpunkt bekam auch die Bezirkshauptmannschaft eine handgeschriebene Warnung: "Bombendrohung, 23. 1., 13 Uhr".
Ermittlungen. Noch am selben Tag begangen die Beamten mehrerer Polizeiinspektionen des Bezirkes Deutschlandsberg und der Brandgruppe des Landeskriminalamtes mit ihren Ermittlungen. "Dass es sich beim Verfasser der drei Schreiben um ein und den selben Täter handeln musste, stand für uns bald fest", erzählt Ermittlungsleiter Wolfgang Maier (LKA). "Rasch war auch klar, dass die Ermittler nach einer älteren Person suchen mussten, denn einige Buchstaben waren in kurrent geschrieben."
Ärger mit der Polizei. Ein politischer Hintergrund wurde als Motiv ausgeschlossen, also konzentrierten sich die Ermittler auf Personen, die in letzter Zeit häufig Ärger mit der Behörde und Polizei hatten. Akt für Akt gingen die Beamten durch - und stießen auf den Fall einer 61-jährigen Frau aus Preding.
Familienstreit. Sie war im Oktober des Vorjahres im Zuge eines heftigen Familienstreites von der Sektorstreife aus ihrer Unterkunft weggewiesen worden. Als sie mit Selbstmord drohte, wurde sie in die Grazer Sigmund- Freud-Klinik eingewiesen - und die Bezirkshauptmannschaft leitete gegen sie ein Führerscheinentzugsverfahren ein.
Einvernahme. Das alles, so die geständige Frau bei der Einvernahme, sei ihr zu viel geworden. Aus Wut auf Polizei und Behörde habe sie schließlich die Bomben-Drohbriefe verschickt. Die 61-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.







