Verfahren gegen Pflegedirektor eingestellt
Nach umfangreichen Erhebungen rund um die im Herbst 2010 bekanntgewordenen Missstände und Übergriffe im weststeirischen Pflegeheim Schwanberg ist nun auch das Verfahren gegen den Pflegedirektor eingestellt worden.

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Bereits im März wurde das Verfahren gegen zwei weitere Verdächtige eingestellt, gegen drei Personen wird nach wie vor ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Graz am Freitag mit.
"Man hat in diesem Verfahren jeden Stein dreimal umgedreht und nichts gefunden", so Anwalt Gerald Ruhri, der den seit über einem Jahr suspendierten Pflegedirektor vertritt. Er rügte außerdem die lange Dauer des Verfahrens, "die für mich nicht nachvollziehbar ist". Für drei der Beschuldigten geht die Sache weiter, es müssen laut Staatsanwaltschaft noch Pflegemissstände abgeklärt werden. "Möglicherweise muss auch noch ein Sachverständiger beigezogen werden", so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Barbara Schwarz.
Umstrukturierung
Nach Bekanntwerden der Missstände wurde vom Land Steiermark die Umstrukturierung des Pflegeheims beschlossen. Eine Station mit 28 Betten wurde mittlerweile geschlossen. Der Standort Schwanberg soll vor allem auf die Unterbringung von psychisch kranken Personen ausgerichtet werden, Menschen mit geistiger Behinderung sollen mittelfristig in anderen Behinderteneinrichtungen versorgt werden.








